Blogparade: Der vergessene Kinderfilm

Die erste Blogparade im Juni kommt von Juli. Die Autorin von Pieces of Emotion entführt uns in die Vergangenheit und möchte einen Kinderfilm aus der Kindheit genannt bekommen, den wir in den letzten Jahren nicht gesehen haben. Nichts einfacher als das! Oder etwa doch nicht?

In meinem Fall eher Letzteres: Da ich als Kind nicht sonderlich viele Filme geschaut habe, fanden immer die gleichen Werke ihren Weg in den Videorekorder bzw. auf den Röhrenfernseher – und diese habe ich auch im Erwachsenenalter inzwischen alle nachgeholt. Vergessen ist also kein wichtiger Film meiner Kindheit – und wenn dann ist er wirklich vergessen, sprich ich kann mich nicht mehr an ihn erinnern. Deshalb werde ich einfach die für mich wichtigsten Kinderfilme vorstellen, deren Sichtung zumindest schon ein wenig länger zurückliegt…🙂

„Das letzte Einhorn“ (1982)

Dieser Zeichentrick-Klassiker hat mir als Kind schlaflose Nächte bereitet. Selbst wenn ich heute noch an die Harpyie, den roten Stier und das sprechende Skelett denke, läuft mir ein kalter Schauer über den Rücken. Das letzte Mal dürfte ich den Film vor ca. 15 Jahren gesehen haben, doch meine Erinnerungen sind eindeutig noch die der Kindheit. Aufgrund seiner zeitlosen Technik und des tollen Soundtracks sollte „Das letzte Einhorn“ auch heute noch tadellos funktionieren. Den beängstigenden Zauber kann man aber wohl nur nachvollziehen, wenn man sich bereits als Kind auf diese fantastische Reise begeben hat:

„Die unendliche Geschichte“ (1984)

Die Adaption von Michael Endes Jugendbuch-Klassiker ist ein weiterer Film, den ich in meiner Kindheit unzählige Male gesehen habe. Vor Gmork hatte ich unglaubliche Angst und auch das südliche Orakel habe ich nur selten mit offenen Augen erlebt. Ohne Zweifel einer der prägendsten Filme meiner Kindheit, durch den ich auch die großartige Vorlage kennen und lieben lernte. Auch in diesem Fall liegt meine letzte Sichtung bestimmt 10 Jahre zurück – und auch wenn viele Effekte deutlich angestaubt wirken sowie die Schwächen der Adaption stärker zutage treten als damals, so kann ich den Film jedem interessierten Zuschauer auch heute noch ans Herz legen:

„In einem Land vor unserer Zeit“ (1988)

Mit Don Bluths „In einem Land vor unserer Zeit“ kommen wir zu einem Film, den ich tatsächlich vor sechs Jahren das letzte Mal gesehen habe. Als Kind hatte ich weniger Angst vor Scharfzahn, dafür hatte mich der Tod von Littlefoots Mutter zu Beginn des Films (daher kein Spoiler) extrem mitgenommen. Wie ihr meiner Besprechung entnehmen könnt, funktioniert der Film auch heute noch extrem gut – ob dies allerdings der empfundenen Nostalgie geschuldet ist, kann ich natürlich nur schwerlich beurteilen. Ich hoffe jedoch nach wie vor, dass dieser Kinderfilm-Klassiker endlich die Heimkino-Veröffentlichung erfährt, die er verdient:

„DuckTales: Jäger der verlorenen Lampe“ (1990)

Der letzte Film in meiner keinen Vorstellungsrunde ist Disneys Kinoadaption der Erfolgsserie „DuckTales: Neues aus Entenhausen“. Auch diesen Film habe ich zuletzt vor sechs Jahren gesehen und vermutlich ist es der schwächste der genannten Kinderfilme bzw. der Film, der am meisten auf den Nostalgiefaktor setzt – zumindest wenn man ihn damals gesehen hat. Ich mochte auch bei meiner letzten Sichtung die wunderbare Abenteueratmosphäre sowie die bekannten Charaktere. Ob „DuckTales: Jäger der verlorenen Lampe“ auch heute noch ohne entsprechendes Vorwissen funktionieren würde? Probiert es doch einfach aus:

Nun seid ihr dran:

  • Wählt einen Kinderfilm aus eurer Kindheit, den ihr in den vergangenen Jahren nicht gesehen habt und befolgt dabei Julis Regeln.
  • Erstelle einen Beitrag auf deinem Blog und verlinke auf diesen und den Ursprungsartikel.
  • Ende der Parade ist der 30. Juni 2015.

Weitere Blogparaden:

39 Gedanken zu “Blogparade: Der vergessene Kinderfilm

  1. Also, 10 und 15 Jahre sind für diese Parade auch völlig in Ordnung – ich bewundere es, dass du bei der Zeitspanne noch so gute Erinnerungen an die Filme hast😉

    „Die unendliche Geschichte“ und „Das letzte Einhorn“ gehören natürlich zu den Klassikern. Ich glaube, ich muss beide eigentlich auch mal wieder sehen, bei mir liegen die Sichtungen viel zu weit zurück! Beim Einhorn hatte ich damals am meisten Angst vor dieser komischen Hexe, aber der Stier war auch gruselig. Ich glaube aber, dass ich den Film als Knirps nicht komplett verstanden hab.

    Und, oooh! „In einem Land vor unserer Zeit“ gehört zu meinen liebsten Kinderfilmen🙂 Wir hatten damals vier oder fünf Teile auf VHS-Kassette – das waren noch Zeiten😀 Ducky und Spike waren die coolsten!

    Und danke noch einmal fürs Mitmachen!

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    • „Das letzte Einhorn“ und „Die unendliche Geschichte“ habe ich beide so oft gesehen, die kann ich gar nicht vergessen. Dürften beide zu meinen am meisten gesehenen Filmen gehören…😉

      Die Erkenntnis, was „Die unendliche Geschichte“ wirklich aussagen will, kam bei mir auch erst mit dem Roman, den ich kurz nach der ersten Sichtung des Films gelesen hatte. Auch eines meiner liebsten Kinderbücher, wobei es eigentlich viel mehr als das ist.

      Von „In einem Land vor unserer Zeit“ kenne ich tatsächlich nur den ersten Teil. Die Fortsetzungen waren ja nur Direct-to-Video-Produktionen, die habe ich mir dann gespart. Gibt ja inzwischen 13 Filme, eine TV-Serie usw. Aber noch keine Blu-ray vom ersten Teil. Traurig, traurig.

      Na, gerne doch!🙂

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  2. OMG! Da fallen mir viel zu viele ein … Unendliche Geschichte – alle Teile, Roger Rabbit, Taran und der Zauberkessel, Ewoks, Karawane der Tapferen, Ewoks – Kampf um Endor, Drei Haselnüsse für Aschenbrödel, Mary Poppins, Momo, Ronja Räubertochter, die tollkühne Hexe mit ihrem fliegenden Bett … uff … Gott sei Dank habe ich eh keine Zeit an dieser Blogparade teilzunehmen😉

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    • Glaub mir, auch ich hätte noch einige mehr Filme in der Hinterhand, doch musste ich mich ja auf ein paar beschränken. Übrigens wird ja nur nach einem Film gefragt, d.h. du könntest auch mit weniger Aufwand noch mitmachen…😉

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  3. „Duck Tales“ kann schon per Definition nicht der schwächste Film sein. Warum? Weil es „Duck Tales“ ist, dammit!😉 Sorry, war mein erster Film im Kino, dementsprechend hält er einen besonderen Platz in meinem Herzen. Na ja, und verdammt cool ist er auch. Mehr, als ich über „In einem Land vor unserer Zeit“ (seit meiner Kindheit eine Art Hass-Liebe) und „Das letzte Einhorn“ sagen kann. Und „Die unendliche Geschichte“ hat nach dem Buch irgendwie abgebaut. Trotzdem ein guter Film und natürlich seinen unsäglichen Fortsetzungen meilenweit überlegen.

    Schade, dass ich an der Blogparade nicht teilnehmen kann (die verdammte Zeit, mal wieder), darum werfe ich mal einen Titel in die Runde, der mich als Kind gleichermaßen fasziniert, unterhalten und unendlich gegruselt hat: „Oz – Eine fantastische Welt“.🙂

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    • Der „DuckTales“-Film ist ja alles andere als schlecht und ich liebe ihn auch, doch objektiv gesehen fühlt er sich eher an wie eine aufgeblasene Episode der TV-Serie. Auch fehlt eben genau diese Hassliebe, die mich noch stärker mit den anderen Filmen mitfiebern ließ. So oder so einer meiner wichtigsten Kinderfilme, weshalb er es natürlich auch in diese nostalgisch verklärte Liste geschafft hat.

      „Oz: Eine fantastische Welt“ habe ich dagegen nie gesehen. Lohnt sich der aus heutiger Sicht noch?

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      • Wenn ich das wüsste. Als Kind fand ich den über alle Maßen erhaben (gabs in der „Disney-Filmparade“ am Sonntag mittag…oh mann) und ich habe ihn erst einmal vor vielleicht acht, sieben Jahren wiedergesehen und fand ihn damals immer noch sehr gut. Ich hab ein bisschen Angst, dass er mir jetzt nicht mehr gefallen könnte und die Nostalgiemaske gnadenlos fällt, aber eigentlich kann man bei einem düsteren „Der Zauberer von Oz“-Sequel mit jeder Menge Stop-Motion und praktischen Effekten eigentlich nichts falsch machen.🙂
        Besser als das James Franco-Vehikel ist er auf jeden Fall.

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      • Danke für deine Einschätzung. Das macht Hoffnung! Da ich „Der Zauberer von Oz“ liebe und „Die fantastische Welt von Oz“ auch eher so lala fand, werde ich vielleicht mal reinschauen. Habe ja durchaus eine Schwäche für 80er Jahre Filme mit praktischen Effekten…🙂

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  4. Hach ja – die habe ich auch alle sehr gerne geschaut.😀 Besonder Das letzte Einhorn, der funktioniert aber auch wirklich gut für Jung und Alt. Und die Ducktales mochte ich auch sehr gern. Leider gibt es so Serien, von denen ich maximal 1-2 Folgen kenne, weil sie zu blöden Zeiten liefen oder ich dann doch mal mehr draußen war oder schlichtweg weil man als KInd vielleicht nicht so emsig die Fernsehzeitung studiert … aber umso begeisterter bin ich heute davon, wenn ich mal wieder was aufschnappe.

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    • Serien habe ich als Kind auch gar nicht so viel geschaut und wenn dann eher sporadisch. Auch von „DuckTales“ habe ich den Film bestimmt öfter gesehen, als einzelne Serienepisoden. Hat mich aber damals auch nicht gestört, da konnte ich Filme wirklich dutzende Male sehen…😉

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