Liebster Award #5: Zirkusmanege

Mit dieser Ausgabe geht der “Liebster Award” auf diesem Blog in die fünfte und vorerst letzte Runde. Falls ich eure Nominierung übersehen haben sollte, bitte melden!

Ihr wisst nicht was der “Liebster Award” ist? Hier eine kurze Erklärung: Dieser Award treibt in der Blogosphäre schon länger sein Unwesen. Auch mich hat es erwischt. Mehrfach. Das soll nicht undankbar klingen, obwohl ich zunächst wirklich starke Vorbehalte hatte hier mitzumachen. Dann habe ich jedoch festgestellt, dass man die/den jeweiligen BloggerIn durch ihre/seine Antworten auf die meist spannenden Fragen tatsächlich besser kennenlernt. Folglich werde ich in den kommenden Wochen versuchen, die aufgelaufenen Fragen nach bestem Wissen und Gewissen zu beantworten…

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In diesem Sinne, viel Spaß mit meinen Antworten auf die Fragen von Sebastian vom “Zirkusmanege”-Blog im Rahmen des Liebster Award #5:

1. Welches Buch hättest du gerne geschrieben?
Tatsächlich hätte ich am liebsten ein Buch geschrieben, das es noch gar nicht gibt: “Immersion – Das Erwachen” spukt mir schon seit geraumer Zeit als Idee im Kopf herum, doch habe ich bisher nur eineinhalb Kapitel geschrieben und eine grundlegende Struktur sowie ein paar Charaktere entwickelt.

2. Wie hast du deinen Lieblingsblog entdeckt?
Tatsächlich habe ich nicht den einen Lieblingsblog. Es gibt so ein paar, die sind wirklich etwas Besonderes, wie zum Beispiel “Inishmores Blick auf die Welt” oder “DonsTag”, weil mich diese schon seit beinahe 10 Jahren begleiten. Unglaublich, oder? Weiterhin haben sich über die Jahre etliche BloggerInnen in mein Herz geschrieben, deren Liste diese Antwort sprengen würde, weshalb ich einfach auf meine aktuelle Blogroll verweise.

3. Ist bloggen für dich Arbeit oder Leidenschaft?
Leidenschaftliche Arbeit. Ich verdiene nichts damit und schreibe komplett freiwillig, dennoch habe ich einen gewissen Anspruch an Qualität und Quantität meiner Einträge, weshalb das Bloggen manchmal auch in Arbeit ausarten kann – Arbeit, die ich jedoch leidenschaftlich gerne mache.

4. Bist du mal aus einer Kinovorstellung vor Ende des Films rausgegangen? Wenn ja, aus welchem und warum?
Nein.

5. Gibt es einen Lieblingsfilm, der dich den größten Teil deines Lebens begleitet? Und du immer noch neue Facetten entdeckst, selbst bei der 1.000 Sichtung?
Da gibt es einige. Am längsten und häufigsten begleitet mich aber wohl “Schöne Bescherung”, bei dem ich jedes Jahr vor Weihnachten tatsächlich neue Facetten entdecke…

6. Welche(s) Geschichte (Buch) ist deiner Meinung nicht verfilmbar?
Tatsächlich fällt mir keine Geschichte ein, die man nicht mit Einfallsreichtum und Mut umsetzen könnte. Wenn nicht als Film, dann vielleicht als Serie, wie es z.B. aktuell die erfolgreiche Verfilmung von “A Song of Ice and Fire” zeigt.

7. Fieberst du bei den Oscars mit? Wenn nicht, warum?
Nein, ich fiebere nicht mit. Früher (noch vor diesem Blog) war ich sehr daran interessiert und habe die Verleihung auch mit Interesse verfolgt. Allerdings wurde ich zu oft enttäuscht bzw. gelangweilt, so dass die Priorität, die die Oscars bei mir einnehmen, ziemlich gesunken ist. Ich bekomme es zwar mit, doch würde ich mir dafür nicht mehr die Nacht um die Ohren schlagen, geschweige denn auf die Meinung der Academy sonderlich viel geben.

8. Gibt es ein Genre/Fachgebiet/Hobby, in dem du dich auskennst wie kein Zweiter?
Das ist natürlich Auslegungssache, doch im Bereich Film/Popkultur besitze ich ein ziemlich umfassendes, leider jedoch größtenteils auch unnützes, Wissen…

9. Ein Freund von mir sagte einmal: “Es ist nur ein guter Tag gewesen, wenn ich einen Film gesehen habe.” Wie viele Serien/Filme schaust du durchschnittlich pro Woche?
Der Tag ist bestimmt besser, wenn ich einen Film gesehen habe, da kann ich nur zustimmen. Unter der Woche, d.h. Sonntagabend bis Donnerstagabend, sehe ich keine Filme, sondern beschränke mich (außer im Urlaub) auf Serien, d.h. im Schnitt schaue ich 5-10 Serienepisoden pro Woche, je nach Laufzeit der Einzelepisoden und sonstigen Plänen. Am Wochenende, d.h. Freitagabend und Samstagabend, ist dann meist ein Film dran – natürlich unter der Voraussetzung, dass die Abende nicht anderweitig verplant sind, was mit kleinen Kindern meist selten der Fall ist.

10. Haltet ihr den Videotheken die Treue? Oder seid ihr den VoD-Anbietern verfallen? Oder seid ihr Amazons Liebling, indem er euch alles kauft, was ihr sehen wollt?
Aktuell falle ich eindeutig in die letzte Kategorie: Ich war schon ewig in keiner Videothek mehr und auch VoD habe ich wieder aufgegeben, da unsere Internetverbindung einfach zu langsam ist. Außerdem bin ich ein starker Verfechter von physikalischen Medien, da ich es liebe Filme wie Bücher im Regal stehen zu haben. Was nicht gefällt, wird eben wieder verkauft.

11. Angesichts immer weiter sinkender Filmumsätze und der Konkurrenz durch YouTube und Internet: Wird das Kino als Kunstform überleben?
Ja, auch wenn es sich bestimmt wandeln wird bzw. muss: Das Kino ist ja nur der Raum, in dem Filme gezeigt werden. Ich kann mir z.B. vorstellen, dass Kinokopien in Zukunft direkt ins Heimkino gestreamt werden und die klassische Kinokultur langsam aber sicher ausstirbt. Dennoch wird es auch immer das Bedürfnis geben Filme in Gesellschaft zu sehen, doch vielleicht mit ganz anderer, heute noch nicht vorstellbarer Technik (Stichwort Virtual Reality)?

Fragen oder Nominierungen wird es von mir nicht geben. Ich möchte mich an dieser Stelle auf die Antworten beschränken. Es dürfen sich jedoch alle BloggerInnen in meiner Blogroll ausgezeichnet fühlen, denn ihr seid mir – auch ohne Liebster Award – allesamt am allerliebsten! :)

Mehr “Liebster Award”-Antworten…

Media Monday #192

Nach einem verregneten Sonntag, den wir im Winterspielbereich des Playmobil Funparks verbracht haben, gestaltet sich der Start in die neue Woche ebenso nass und grau. Schlechte Voraussetzungen, da in den nächsten Tagen das Erdgeschoss unseres Hauses gemauert werden soll. Doch zunächst einmal zu den aktuellen Fragen des Medienjournals, um ein wenig Struktur in die Woche zu bekommen…

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  1. Leonard Nimoy ist von uns gegangen – und das ist ein großer Verlust für die Popkultur an sich, denn Nimoy war selbst 50 Jahre nach seiner prägendsten Rolle stets aktiv und präsent.
  2. Die Outfits/Kostüme in den “The Hunger Games”-Filmen sind wirklich sehr auffällig gestaltet und geben den Filmen einen ganz besonderen Look.
  3. Terry Gilliam hat als Regisseur einen wirklich einzigartigen Stil, denn seine Filme sprühen vor audiovisueller Energie, wodurch man sie dem kreativen Monty Python unzweifelhaft zuordnen kann.
  4. Aktuell ist ja American Sniper häufig in der Kritik aufgrund der Art und Darstellung des in Amerika gefeierten Scharfschützen. Welche(r) Film(e) waren für euch unter moralischen/ethischen Gesichtspunkten besonders fragwürdig?
    Das sind wohl tatsächlich häufig Kriegsfilme oder auch Antikriegsfilme, weil man die Linie oft nur schwer ziehen kann. Ebenso Filme, die reale Ereignisse aufgreifen und nur sehr einseitig wiedergeben. Und vermutlich auch Filme, die an ein junges Publikum gerichtet sind und eher fragwürdige Rollenbilder vermitteln, wie z.B. “Twilight” oder “50 Shades of Grey” –  dann doch lieber “Die Tribute von Panem”, “Buffy: The Vampire Slayer”, “Veronica Mars” und Co.
  5. Unvergessen bleiben, neben all den tollen Filmerlebnissen, dann doch eher die privaten Erinnerungen.
  6. Jüngste Film-Entdeckung, von der die wenigsten je gehört haben werden, war für mich der deutsche Mystery-Thriller “Stereo”, denn er hat gezeigt, dass auch in Deutschland tolle Genrefilme entstehen können und man nicht immer nur historische Dramen oder Liebeskomödien produzieren muss.
  7. Zuletzt gesehen habe ich den Cop-Thriller “Sabotage” und das war letztendlich ziemlich enttäuschend, weil David Ayers Drehbuch mit zunehmender Laufzeit völlig an Bodenhaftung verliert – trotz teils interessanter Ansätze.

Teilnehmer des Media Mondays möchte ich an dieser Stelle noch auf meinen Artikel “Virtual Reality mit Oculus Rift, Google Cardboard und ähnlichen Systemen” hinweisen – vielleicht ist dieser Ausblick auf die Zukunft des Medienkonsums auch für euch interessant? Ich freue mich über Rückmeldungen!

Sabotage (2014)

Auch wenn mich die meisten Filme seiner Post-Governator-Ära enttäuschen, so verfolge ich die Karriere Arnold Schwarzeneggers doch weiterhin mit Interesse – vielleicht, weil mich seine Leinwandpräsenz an die Filme meiner Jugend erinnert. Mit “Sabotage” habe ich zudem einen Film von David Ayer gesehen, der das Drehbuch zum erst kürzlich von mir gesehenen und als gut befundenen “Training Day” geschrieben hat. Gute Voraussetzungen also, obwohl die Kritiken ja durchaus durchwachsen waren…

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Von Anfang an hatte ich das Gefühl, dass ich den Film mögen wollte. So ist das manchmal – und somit hatte ich mich während der Sichtung auf die positiven Aspekte konzentriert, die der Film durchaus zu bieten hat. Speziell Arnold Schwarzenegger gefiel mir anfangs wirklich gut, da er nicht versucht längst vergangene Tage mit viel aufgesetzter Selbstironie wieder zum Leben zu erwecken zu wollen, wie es zum Beispiel in “Escape Plan” versucht wurde. Zwar ist Schwarzenegger kein sonderlich guter Schauspieler, doch mochte ich, was mit dieser Figur versucht wurde. Auch das düstere Drogenfahnder-Setting, das Erinnerungen an “Training Day” oder “The Shield” geweckt hat, wusste zu gefallen. Eigentlich alles prima, oder?

“Sabotage” besitzt tatsächlich die richtigen Zutaten und lässt mit Sam Worthington (Jake Sully, “Avatar”), Josh Holloway (Saywer, “Lost”), Mireille Enos (Sarah Linden, “The Killing”) uvm. sogar ein paar Schauspieler auftreten, die ich in dieser Art von Film nicht erwartet hätte. Allerdings entfaltet sich auch das Drehbuch in einer Art und Weise, wie ich es nicht für möglich gehalten hätte. Auch wenn von Anfang an recht klar ist, dass es sich bei den Morden um einen Inside Job handelt, so sind die Wendungen, die zu dieser Auflösung führen, dermaßen dämlich, die Motivation der Charaktere so an den Haaren herbeigezogen und das Schauspiel oft so lächerlich, dass dies beinahe alle guten Eigenschaften des Films wieder zerstört hat.

Am Ende kann sich Ayer auch nicht entscheiden, ob er seine Geschichte konsequent durchziehen will, so dass ein halbgarer Eindruck zurückbleibt – kein Wunder, wenn man sich das ungleich gelungenere alternative Ende anschaut. Viel besser hätte es den Film jedoch auch nicht gemacht, dessen abstruse Entwicklung in Richtung Bonnie und Clyde einfach nicht funktioniert. Wirklich schade um die an sich guten Einzelbestandteile, den netten Look und die düstere Atmosphäre. Da hätte ich lieber einen weiteren geradlinigen Cop-Thriller gesehen, als solch einen Murks: 4/10 Punkte.

PLUTO: Urasawa × Tezuka 001 (Naoki Urasawa)

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Ende letzten Jahres hat die wunderbare Miss Boolenea ihren 500. Artikel veröffentlicht – und im Zuge dessen einen Manga verlost. Ich gewinne bei Verlosungen ungefähr so häufig, wie ich Comics zu lesen – nämlich so gut wie überhaupt nicht. Umso erfreuter war ich also, dass ich den Manga “PLUTO: Urasawa × Tezuka 001″ gewonnen habe und ich mich – nachdem ich vor gut 10 Jahren ein paar Bände von “Akira” gelesen hatte – endlich einmal wieder dieser Kunstform gewidmet habe…

Anfangs dachte ich noch es wird nichts mit uns. Also Herrn Urasawa und mir. Ich habe bestimmt 20-30 Seiten gebraucht, bis ich einigermaßen in der Geschichte drin war. Dies lag an mehreren Faktoren: Ich lese kaum noch Comics, somit musste ich mir erst einmal einen gewissen Leserhythmus zurechtlegen, um alle Informationen aus den Panels ziehen zu können. Klingt komisch, ist aber so. Das Rückwärtslesen des Mangas hat es zudem nicht einfacher gemacht. Nach zwei Abenden, an denen ich jeweils nur ein paar Seiten gelesen hatte, war ich aber drin und habe  in einem Rutsch den halben Comic verschlungen. Ab da ging es eigentlich viel zu schnell und am Ende dieses ersten Bandes wollte ich am liebsten sofort weiterlesen.

Inhaltlich fällt die Geschichte genau in mein Beuteschema: Sci-Fi mit starker emotionaler Komponente – Erinnerungen an “Blade Runner” bzw. “Do Androids Dream of Electric Sheep?” werden wach. Wie bereits beschrieben fiel es mir zu Beginn schwer, mich komplett in die Geschichte fallen zu lassen. Dies gelingt mir bei audiovisuellen Medien oder rein textlichen Romanen deutlich schneller, doch nach den Anfangsschwierigkeiten wollte ich stets wissen, wie sich die Geschichte weiterentwickelt. Die unterschiedlichen Schauplätze und Akteure lassen uns Leser zudem an einer komplexen Welt teilhaben, was speziell für die weiterführenden Bände Großes erwarten lässt.

Leider sind die einzelnen Ausgaben von “PLUTO: Urasawa × Tezuka” alles andere als günstig, weshalb ich auf die nachfolgenden Bände wohl vorerst verzichten werde. Diesen Einblick in die Welt der Mangas werde ich dennoch stets in guter Erinnerung behalten, wobei mich am meisten überrascht hat, wie stark mich die Geschichte, speziell um North Nr. 2, doch bewegt hat. Ein kleines Kunstwerk – auch in visueller Hinsicht: 8/10 Punkte.

Liebster Award #4: Filmschrott

…es nimmt kein Ende! Somit geht der “Liebster Award” bereits in die vierte Runde. Ihr wisst nicht was das ist? Hier eine kurze Erklärung: Dieser Award treibt in der Blogosphäre schon länger sein Unwesen. Auch mich hat es erwischt. Mehrfach. Das soll nicht undankbar klingen, obwohl ich zunächst wirklich starke Vorbehalte hatte hier mitzumachen. Dann habe ich jedoch festgestellt, dass man die/den jeweiligen BloggerIn durch ihre/seine Antworten auf die meist spannenden Fragen tatsächlich besser kennenlernt. Folglich werde ich in den kommenden Wochen versuchen, die aufgelaufenen Fragen nach bestem Wissen und Gewissen zu beantworten…

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In diesem Sinne, viel Spaß mit meinen Antworten auf die Fragen von Marcel vom “Filmschrott”-Blog im Rahmen des Liebster Award #4:

1. Was ist der schlechteste Film, den du je gesehen hast?
Das müsste “Kevin und Perry tun es” gewesen sein, der mich im Jahr 2000 hinterhältig in einer Sneak Preview überraschte und beinahe bewusstlos prügelte. So ein Schrott!

2. Welchen Film, den sonst eigentlich jeder scheiße findet, kannst du dir immer wieder angucken?
Der Film mir der schlechtesten Durchschnittswertung, den ich mir immer wieder anschauen kann, ist “Howard the Duck” aus dem Hause Lucasfilm. Es ist bei weitem aber nicht das einzige Guilty Pleasure in meiner Filmliste…

3. Bei welchem Schauspieler/Regisseur/etc. sinkt dein Interesse an einem Film direkt in den Keller?
Bei den “Aliens vs. Predator 2″-Regisseuren, denn die Gebrüder Strause haben zwei Franchises mit unglaublich viel Potential gleich dermaßen an die Wand gefahren, dass Paul W. S. Andersons erster Teil dagegen wirkt wie “Citizen Kane” und “Der Pate” in einem.

4. Was macht dir am Bloggen am meisten Spaß?
Die tiefergehende Beschäftigung mit Themen, die mir am Herzen liegen, das Schreiben an sich sowie der Austausch mit meinen Lesern. Das ist alles ganz toll!

5. Und was am wenigsten?
Manchmal ist auch ein gewisser Druck mit dem Bloggen verbunden, d.h. ich schaue schon seit Jahren keine Filme mehr einfach nur so, sondern immer mit dem Gedanken im Hinterkopf danach darüber schreiben zu müssen bzw. zu dürfen. Ausbleibende Kommentare und sinkende Besucherzahlen sind auch kein Grund zur Freude.

6. Bei welchem Buch wolltest du beim Lesen den Papierklumpen in deiner Hand am liebsten in Fetzen reißen, weil es so schlecht war?
Das war unzweifelhaft “Schattenmond”, von dem ich mir wirklich viel erwartet hatte. Letztendlich habe ich es nur bis zur Hälfte durchgehalten, was sonst nie vorkommt. Wie man jedoch den wunderbaren Fantasy-Klassiker “Willow” auf solch dämliche Weise fortsetzen kann – da fehlen mir einfach die Worte…

7. Nostalgie ist ja manchmal nicht alles. Welchen Film, den du als Kind geliebt hast, kannst du dir heute nicht mehr angucken?
Da gibt es eigentlich nichts. Ich kann mich sehr gut in nostalgische Gefühle fallen lassen, wenngleich die Wirkung der Kindheitsklassiker heute auch eine andere ist, siehe z.B. “Invasion vom Mars” (1986).

8. Und auch hohe Erwartungen können oft ins Gegenteil umschlagen. Welcher Film hat dich am meisten enttäuscht?
Das war damals wohl tatsächlich “Star Wars: Episode I”, wenngleich ich den Film über die Jahre durchaus zu schätzen gelernt habe. Manche Erwartungen sind eben so hoch, dass sie kein Film der Welt erfüllen kann. Natürlich heißt das nicht, dass George Lucas mit dem ersten Teil der Prequel-Saga einen sonderlich guten Film abgeliefert hat… ;)

9. Über welches Thema würdest du gerne mal schreiben, hast es aber bisher, aus welchem Grund auch immer, nicht gemacht?
Da gibt es kein konkretes Thema. Grundsätzlich will ich immer über irgendetwas schreiben, jedoch fehlt oft einfach die Zeit. Manchmal klappt es aber auch, so habe ich gestern einen Artikel über “Virtual Reality mit Oculus Rift, Google Cardboard und ähnlichen Systemen” veröffentlicht.

10. Auf welchen Film/welche Serie/welches Buch/etc. freust du dich 2015 am meisten?
Das ist tatsächlich ganz unspektakulär der jüngste Teil der “Star Wars”-Saga. Ich habe auch großes Vertrauen in J. J. Abrams und bin mir sicher, dass “Star Wars: The Force Awakens” eine runde Sache wird.

11. Und auf was hast du im neuen Jahr gar keinen Bock?
Auf den Umzug ins neue Haus. Also nicht das Ergebnis des Umzugs, sondern den Umzug an sich. Könnten wir eigentlich ein Bloggertreffen mit vielen hilfreichen Händen draus machen… :D

Fragen oder Nominierungen wird es von mir nicht geben. Ich möchte mich an dieser Stelle auf die Antworten beschränken. Es dürfen sich jedoch alle BloggerInnen in meiner Blogroll ausgezeichnet fühlen, denn ihr seid mir – auch ohne Liebster Award – allesamt am allerliebsten!  :)

Mehr “Liebster Award”-Antworten…

Virtual Reality mit Oculus Rift, Google Cardboard und ähnlichen Systemen

Schon seit meiner aktiven Videospielzeit bin ich fasziniert von Virtual Reality. Man darf nicht vergessen: Das war in den frühen 1990er Jahren. Immer wenn in den üblichen Magazinen über eine VR-Brille berichtet wurde, war ich Feuer und Flamme. Damals war VR für Heimanwender mit Preisen um die 2.000 DM absolut nicht zu bezahlen. Von Darstellungsqualität und Tragekomfort einmal ganz zu schweigen. Dennoch hätte ich es gerne einmal ausprobiert. Als Nintendo 1995 den Virtual Boy veröffentlichte, hoffte ich stark damit endlich einen Blick in die virtuelle Realität erhaschen zu können. Wie wir heute alle wissen, war das ein grandioser Flop – und danach sollte es bis in die frühen 2010er Jahre erst einmal still bleiben, was Virtual Reality angeht…

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Oculus Rift DK1: Meine erste Begegnung mit VR
Auch wenn ich schon lange nicht mehr selbst aktiv spiele, so verfolge ich News aus dieser Branche doch mehr oder weniger aktiv. Kein Wunder also, dass ich über kurz oder lang über die Oculus Rift stolpern sollte, die mein ursprüngliches Interesse wieder entfachte. Als ein ehemaliger Arbeitskollege schließlich das Rift Development Kit 1 (DK1) zum Testen mitbrachte, hatte ich nach über 20 Jahren des Wartens endlich meine erste VR-Erfahrung. Und was soll ich sagen? Es war im wahrsten Sinne des Wortes umwerfend! Obwohl die Auflösung mit 1280×800 (d.h. pro Auge 640×800) Pixeln nicht sonderlich hoch war und es Nachzieheffekte gab, war das Erlebnis doch enorm beeindruckend – und das obwohl ich nur ein paar Demos gesehen hatte. Mir selbst solch eine VR-Lösung anzuschaffen, speziell noch in der Entwicklungsphase, stand allerdings nie zur Diskussion. Ich war dennoch sehr froh endlich diese Erfahrung gemacht zu haben – und spätestens nach dem Kauf von Oculus durch Facebook auch sicher, dass dieser Technik die Zukunft gehört und in den nächsten 10 Jahren den Unterhaltungsmarkt umkrempeln wird.

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Google Cardboard: Die VR-Brille für jeden
Vor ein paar Wochen bin ich schließlich über Google Cardboard gestolpert – und hatte es anfangs noch als Spielerei abgetan. Letztendlich hat die Neugier aber doch überwogen, so dass ich mir ein inoffizielles Bastelset bestellte. Und was soll ich sagen? Es ist fantastisch! Was die Rahmenbedingungen angeht (d.h. Qualität der Linsen, Abschirmung durch den Visor sowie Tragekomfort) kann es natürlich in keinster Weise mit der Oculus Rift mithalten, doch was die Technik angeht (Headtracking und speziell Auflösung), so ist es dem DK1 mindestens ebenbürtig – und teils sogar voraus. Dies hängt natürlich mit dem verwendeten Smartphone zusammen: Mein LG G2 besitzt sehr gute Bewegungssensoren sowie ein Full-HD-Display (1920×1080 Pixel; pro Auge 960×1080 Pixel). Obwohl man noch eine Pixelstruktur erkennen kann, so löst das Bild doch um einiges feiner auf, als das Display der DK1 und ist somit angenehmer für die Augen. Einzig der eingeschränktere Blickwinkel ist ein Nachteil, was aufgrund des ungleich günstigeren Setups durchaus zu verschmerzen ist, denn immerhin kann man ein Cardboard-Set schon für 5-10 Euro erstehen.

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Günstige VR-Brillen: Leider immer ein Kompromiss
Da ich nun auf den Geschmack gekommen war, und mein Cardboard bereits erste Abnutzungserscheinungen zeigt, habe ich mich auf die Suche nach einer stabileren Lösung gemacht. Nach einiger Recherche bin ich bei der eimolife Leap HD VR-Brille gelandet. Nach einer kurzen Testphase musste ich leider jedoch feststellen, dass das Sichtfeld (engl. field of view, FOV) viel zu klein ist. Man befindet sich nicht in der virtuellen Welt, sondern hat den Eindruck als würde man auf einen großen Bildschirm blicken, der ein paar Meter vor einem im Raum hängt. Die Immersion ist selbst bei der günstigen Cardboard-Lösung deutlich besser, obwohl die Leap HD angenehmer zu tragen ist und verstellbare Linsen bietet. Aber es hilft alles nichts: Somit ging die Brille zurück und die Suche nach einer vernünftigen VR-Lösung für das Smartphone geht weiter…

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VR-Apps für Android
Die Auswahl an Software ist noch nicht allzu vielfältig, doch absolut ausreichend, um für ein paar Stunden Spaß zu haben. Wer, wie ich, ohnehin nicht stundenlang komplexe Spiele spielt, sondern von der Technik an sich fasziniert ist, der wird im Play Store ausreichend fündig. Einfach mal nach “Cardboard” oder auch “VR” suchen. Es gibt übrigens auch schon interaktive Filme, welche die Wahl der Perspektive dem Zuschauer überlassen. Um auch komplexere Apps nutzen zu können, macht es auch Sinn sich einen Bluetooth-Controller, wie z.B. den Snakebyte idroid:con zu gönnen, welcher auch für andere Spiele und Emulatoren eingesetzt werden kann.

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Ich kann jedem, der nun auch nur ein wenig neugierig ist, empfehlen die 5 bis 10 Euro für ein Google Cardboard in die Hand zu nehmen – zumindest wenn euer Android Smartphone idealerweise mit mindestens 1920×1080 Bildpunkten auflöst. Funktioniert dieses Erlebnis für euch, dann ist die Zeit gekommen sich nach einer professionelleren Lösung umzuschauen…

Ist euer Interesse geweckt? Habt ihr noch Tipps auf Lager? Ich bin speziell an einer günstigen VR-Brille mit großem FOV interessiert. Oder habt ihr noch Fragen? Ich freue mich auf eure Erfahrungen mit dieser faszinierenden Technik!

Media Monday #191

Nachdem sich der Großteil der Filmblogosphäre die Nacht mit der diesjährigen Oscar-Verleihung um die Ohren geschlagen hat, habe ich nach einem sechsstündigen Tiergartenbesuch die nächtliche Ruhe genossen. Somit nutze ich die Fragen des Medienjournals, um mich mit Gewinnern und Nominierten des vergangenen Jahres auseinanderzusetzen…

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  1. Den Oscar für den besten Film des Jahres 2014 hätte ja in meinen Augen am ehesten “Boyhood” verdient gehabt, denn es ist der einzige Film, den ich bisher von den Nominierten gesehen habe – und ich fand ihn wahrlich famos!
  2. Wenn ich mir so die Ergebnisse des Filmtipp Award 2014 ansehe, dann sind sie auch nicht fragwürdiger als die der Academy Awards – mit “The Wolf of Wall Street” als bester Film hätte ich auch gut Leben können, doch der Film war ja bereits im Vorjahr nominiert.
  3. Mit Filmen von dedizierten Trash-Studios à la The Asylum konnte ich noch nie viel anfangen, einfach weil mir die Zeit doch zu schade ist, um mich bewusst mit schlechten Filmen auseinanderzusetzen.
  4. Klassischer Aufbau in drei Akten oder darf es gerne mal etwas unkonventioneller sein?
    Gerne klassisch, gerne auch unkonventionell. Selbst die klassischen drei (bzw. fünf) Akte kann man ja wunderbar unkonventionell erzählen, siehe auch ganz aktuell Martin Scorseses “The Wolf of Wall Street”.
  5. Zeitsprünge, Vor- und Rückblenden sind ja beliebte Stilmittel. Unnötiger Schnickschnack, oft nur verwirrend oder eher ganz große Erzählkunst?
    Das lässt sich nicht so pauschal sagen: Es kommt ganz auf den Einsatz dieser narrativen Stilmittel an, d.h. in den richtigen Händen ist es große Erzählkunst, in den falschen kann es auch unglaublich plump wirken.
  6. Inspiriert von der Blogparade der Singenden Lehrerin zu den Top Sex der erotischsten Szenen: Die heißeste (Sex-)Szene in einem Film, einer Serie oder einem Buch finden sich natürlich in meiner Liste der sechs erotischsten Filmszenen.
  7. Zuletzt gesehen habe ich den 90er Jahre Klassiker “Auf der Flucht” und das war erneut ein tolles Erlebnis, weil Regisseur Andrew Davis die Geschichte herrlich altmodisch inszeniert hat und sich Harrison Ford und Tommy Lee Jones darin ein Duell der Extraklasse liefern.