Non-Stop (2014)

Heute stand ein weiterer Film auf dem Programm, der genau richtig für die Zeit zwischen den Jahren schien – ein spannender Thriller, den man mehr oder weniger aufmerksam verfolgen und dabei einfach nur eine gute Zeit haben kann. Ob der Action-Thriller „Non-Stop“ dieses Versprechen auch einlösen konnte, lest ihr in der folgenden Besprechung…

non-stop-2014

Hatte ich mich gestern noch beschwert, dass „John Wick“ zu wenig Handlung besitzen würde, wurde ich heute mit dem Gegenteil konfrontiert: „Non-Stop“ ist so vollgestopft mit ausformulierten Gedanken und überkonstruierten Handlungsgerüsten, dass man selbst als wenig geübter Zuschauer im Geiste eine Checkliste für diese Art von Film abhaken könnte – Schema F par excellence. Das Flugzeug-Setting ist bereits aus Filmen wie „Flightplan“ bekannt und bietet letztendlich auch nur Versatzstücke bereits bekannter Motive. All das ist gefällig inszeniert, doch konnte ich mich nicht des Eindrucks erwehren das alles schon anderswo besser gesehen zu haben.

Liam Neeson spielt seinen gebrochenen Helden archetypisch, wie man es bereits aus den „Taken“-Filmen oder auch „The Grey“ kennt. Das funktioniert, ist aber inzwischen schon so abgedroschen, dass ich manchmal das Gefühl hatte, eher einer Parodie beizuwohnen. Überhaupt ist die gesamte Geschichte um den mysteriösen Killer im Flugzeug alles andere als plausibel und das Verhalten der aktiv handelnden Personen zerrt beständig an den Nerven – da ist schon einiges an Suspension of Disbelief gefragt, um als Zuschauer noch wirklich interessiert am Ball zu bleiben.

Letztendlich konnte mich „Non-Stop“ über weite Strecken brauchbar unterhalten – und am Ende wurde wenigstens jeglicher Realismus über Bord geworfen. Insgesamt war mir der Film jedoch zu gewollt erzählt und hat sich irgendwann in seiner viel zu konstruierten Handlung verloren. Tut nicht wirklich weh, aber muss man auch nicht gesehen haben: 5/10 Punkte.

10 Gedanken zu “Non-Stop (2014)

  1. Der hat bei mir ein bisschen besser abgeschnitten, aber vom Prinzip her gebe ich dir absolut recht. Generell würde ich Neeson ohnehin mal wieder in einer richtig großen Rolle abseits dieser „Alter Sack räumt auf“ Schiene sehen, auch wenn die durchaus unterhaltsam sein kann.

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  2. Meine Kritik fiel etwas besser aus. Mir fiel die Kamera positiv auf. So wandert die Kamera mit einem fragenden Blick zwischen den Passagieren hinterher und spielt mit Klischees, indem beispielsweise ein arabisch aussehender Fluggast sofort von den anderen Passagieren verdächtigt wird. Leider werden auch die schon etwas ausgelutschten Flugzeugfilm-Stereotypen vorgestellt: der Pilot, der auf die Stewardess steht; ein Schmuggler; ein kleines Mädchen, welches sich vor dem Fliegen fürchtet; ein Hauptdarsteller, der plötzlich nicht mehr glaubwürdig ist (vgl. FLIGHTPLAN). Die Geschichte bleibt permanent spannend und lädt zum Mitraten ein. Der Film sorgt für viele falsche Fährten, sodass die Auflösung dann tatsächlich überraschend ist.

    Hier meine Review: https://filmkompass.wordpress.com/2014/08/25/non-stop-omu-2014/

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    • Obwohl ich auch mal ganz gerne reine Popcorn-Filme schaue, so hatte ich doch meine Probleme mit dem Film. Mir war er eben zu klischeehaft. Da hat selbst der auch nicht herausragende „Flightplan“ für mich besser funktioniert, da er mehr aus seinem Setting gemacht hat. Nee, „Non-Stop“ wird mir leider nicht im Gedächtnis bleiben. Auch die Auflösung fand ich eher fad.

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  3. Pingback: Media Monday #236 | Tonight is gonna be a large one.

  4. Pingback: Review: Non-Stop (Film) | Medienjournal

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