Mission: Impossible – Phantom Protokoll – OT: Mission: Impossible – Ghost Protocol (2011)

Im Kino ist der Film völlig an mir vorbeigegangen. Auch wenn ich die vorherigen Filme – den zweiten Teil einmal ausgenommen – recht gerne sah, so hatte ich diese weitere Fortsetzung nie wirklich auf dem Radar. Aufgrund etlicher positiver Besprechungen hat es „Mission: Impossible – Ghost Protocol“ dann doch recht schnell auf die Liste der noch zu sehenden Filme geschafft – und außerdem: Was kann bei einem Film von Brad Bird (u.a. „Ratatouille“) schon schief gehen?

Heute hätten es wahrlich nicht viele Filme geschafft mich wachzuhalten: wieder wenig Schlaf, wieder knapp 12 Stunden im Büro, wieder keine guten Voraussetzungen für den Filmfreitag. Dennoch wollte ich die Chance nicht ungenützt lassen und habe den frisch erworbenen „Mission: Impossible – Ghost Protocol“ eingelegt. Eine gute Wahl, denn die Mischung aus übertriebener und interessanterweise doch verhältnismäßig glaubwürdiger Action, entspannten Humoreinlagen und Agententhrill hat sich abermals bewährt. Nachdem mir bereits der von J. J. Abrams inszenierte direkte Vorgänger ausgesprochen gut gefiel, hat mich auch der vierte Teil der Filmreihe bestens unterhalten.

Die Geschichte gewinnt abermals keine Preise, es gibt keine großen Wendungen und man begleitet das frisch zusammengewürfelte IMF-Team ganz einfach bei ihrer Jagd rund um den Globus. Die unzähligen Schauplätze machen auch einen großen Reiz des Agentenabenteuers aus und bieten einen entsprechend großen Spielplatz für Ethan Hunt und Co. Die Missionen sind dabei wieder ausreichend unmöglich – herausragend dabei besonders Dubai – und am Ende wird es stets entsprechend knapp. Der positive Ausgang wird jedoch niemanden überraschen und somit darf man sich bestimmt auch auf einen fünften Teil der Reihe freuen – vorausgesetzt Tom Cruise gibt auch mit über 50 noch einmal den Fassadenkletterer.

Kritisieren kann man höchstens den recht blassen Bösewicht (Michael Nyqvist, „Verblendung“) und die einen Tick zu lange Laufzeit inklusive etwas fadem Showdown. Insgesamt hinterlässt der Film jedoch einen ausgezeichneten Eindruck und bietet exakt die Art von Popcornkino, die man es sich nach solch einer Arbeitswoche – mit ganz eigener unmöglicher Mission – wünscht. Gerne mehr davon: 8/10 Punkte.

12 Gedanken zu “Mission: Impossible – Phantom Protokoll – OT: Mission: Impossible – Ghost Protocol (2011)

  1. Ich bin ja nach wie vor ein großer Verfechter des ersten Teils. Mit dem hat Brian DePalma einen wirklich guten Agenten-Thriller gemacht, der in Spannung, Action und ja selbst Storywendungen heute noch begeistert.
    Die Nachfolger mochte ich ungleich weniger, was vielleicht an dem Trend zu mehr opulenter Action führte (was soll man von John Woo zum Beispiel auch groß anderes erwarten?)
    Deswegen habe ich mich bisher nicht an den letzten Sprössling der Reihe herangetraut. Aber die sich mehr und mehr anhäufenden überwiegend positiven Stimmen lassen den Widerstand stetig sinken.

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    • Ich finde den ersten Teil auch nach wie vor klasse. Der zweite ist in meinen Augen fast schon ein Totalausfall, dafür mochte ich den dritten auch wieder sehr. Wenn dir dieser allerdings auch nicht gefallen hat, dürfte es wohl auch der vierte bei dir schwer haben, da er doch sehr an diesen erinnert.

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      • Ganz ehrlich: An Teil 2 und 3 kann ich mich nur sehr schemenhaft erinnern. Spricht nicht gerade für die Filme, aber ich bin ja immer wieder gewillt, dem ein oder anderen Film eine Chance zu gewähren.

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      • Nach gestern habe ich nun auch wieder Lust auf die gesamte Trilogie bekommen. Dabei möchte ich aber warten, bis es einmal wieder ein gutes Angebot für die Blu-ray-Box der ersten drei Filme gibt.

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  2. Für mich liegen zwischen Abrams faden 3. Teil und diesem vergnüglichen 4. Teil ja Welten. Auch wenn der hier, im Gegensatz zum 1. Film, allerlei Kram hat, den ich nicht gebraucht hätte. So war Josh Holloway verschenkt und seine Auswirkung auf Patton belanglos, während ich auf Renners Subplot ebenso hätte verzichten können wie das daraus resultierende Ende.

    Aber ja, Dubai war große Klasse, sodass es das etwas müde Finale sichtlich schwer hatte. Dennoch schicke Unterhaltung.

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    • Bei deiner Abneigung gegen J. J. Abrams wundert mich das nicht. Ich fand dennoch, dass man auch beim vierten Teil seinen Einfluss spürt – und sei es nur durch den Score von Michael Giacchino. Auch die Stimmung fand ich ähnlich. Aber so unterschiedlich ist eben die persönliche Wahrnehmung.

      Ich fand es schön Josh Holloway einmal wieder zu sehen, doch wirklich nötig war sein Auftritt nicht. Ebenso muss ich dir bzgl. Renners Subplot zustimmen, der mir auch sehr aufgesetzt vorkam, um dem ganzen Treiben eine noch etwas dramatischere Note zu verleihen.

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      • Ich hab ja keine grundsätzliche Abneigung gegen ihn, STAR TREK hat 7 Punkte von mir bekommen und IN SACHEN HENRY mag ich auch sehr gerne, genauso wie die 1. Staffel LOST. Aber M:I III ist einfach so unerinnerungswürdig, da bleibt im Grunde nur hängen, dass Philip Seymour Hoffman den Bösewicht gegeben hat und die Szene aus dem Trailer, wo Cruise von einer Explosion gegen ein Auto geschmissen wird.

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      • Wieder was gelernt: Ich wusste bisher nicht, dass Abrams bei „In Sachen Henry“ das Drehbuch geschrieben hat. Mir gefallen bisher alle seine Filme und Serien recht gut. Man kann bei ihm einen Stil erkennen und auch die Genrelastigkeit weiß zu gefallen. Für mich war „Mission: Impossible 3“ wie eine überlange „Alias“-Folge mit anderen Charakteren, doch die Art wie Abrams Agentengeschichten inszenniert mochte ich schon in der Serie sehr gerne.

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