Stephen Fry in America

Neben meinen sonstigen Ausflügen in die bunte Film- und Serienwelt, habe ich mich meine Aufmerksamkeit mit „Stephen Fry in America“ wieder einmal einer Reisedoku gewidmet. Eine nette Abwechslung, die sowohl durch das Reiseziel als auch durch den Reiseleiter exzellente Unterhaltung versprach. Was darf man sich von sechs Stunden USA-Reise mit Stephen Fry nun erwarten? War ich am Ende froh die Reise hinter mir zu haben, oder hätte ich den Urlaub am liebsten verlängert?

Natürlich hätte ich den Urlaub am liebsten verlängert, doch zu diesem einzigen Kritikpunkt möchte ich später kommen. Es ist wieder einmal eine wahre Freude Stephen Fry auf seinen Reisen zu begleiten. Ich war ja bereits von der Dokuserie „Last Chance to See“ äußerst angetan, in der Fry zusammen mit Mark Carwadine nach den Letzten ihrer Art suchte. Auf seiner USA-Reise ist er jedoch alleine unterwegs und trifft auch auf (fast) keine Tiere. Die spannendsten Momente sind jedoch erneut Begegnungen, welche die Serie so herausragend machen. Stephen Frys Wesen ist einfach unbeschreiblich. Stets die Höflichkeit in Person – egal, wie fragwürdig die gerade geäußerte Aussage des Gegenübers.

Natürlich gibt es – wie es sich für eine richtige Reisedoku gehört – auch beeindruckende Landschaftsaufnahmen zu sehen. Hier kommt die Bildqualität der Blu-ray der Serie wahrlich zugute. Da man sich jedoch nur äußerst wenig Zeit für die Besuche der 50 Staaten lässt, wirkt die gesamte Serie recht gehetzt. Im Schnitt bleiben ca. 7 Minuten pro Staat, was sowohl Land als auch Leuten leider nicht gerecht wird. Hier hätte es wahrlich geholfen die doppelte Zahl an Episoden zur Verfügung zu haben. Aber seien wir einmal ehrlich: Ich hätte Stephen Fry wahrscheinlich auch auf eine Reise mit einstündigen Episoden pro Staat begleitet. Insofern schade, doch man muss hier eben nehmen, was man bekommt.

Für Fans des britischen Komikers/Schauspielers/Literaten gehört „Stephen Fry in America“ zum Pflichtprogramm. Es ist keine perfekte Dokuserie, doch gibt sie einen groben Überblick über das Leben in den Vereinigten Staaten aus der Sicht eines intellektuellen und doch äußerst geselligen Europäers. Wer sich damit identifizieren kann und zudem Gefallen an Land und Leuten findet, der darf auch gerne reinschauen, wenn er zuvor noch nie von Stephen Fry gehört hat. Ich hatte auf jeden Fall enorm viel Spaß auf dem 6-stündigen Trip und wünsche mir weitere Dokus dieser Art: 9/10 Punkte.

22 Gedanken zu “Stephen Fry in America

  1. Ich war ein so grosser Fan von Stephen Fry, dass ich mir sogar sein Regiedings „Bright Young Things“ (2003) zulegte. Wenn ich mich mal so richtig abreagieren muss, werde ich den Film „besprechen“.😉 – Die Reisedoku könnte mich aber trotzdem interessieren: Schliesslich fertigen die Amis die Schweiz auch in einem halben Tag ab.😀

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    • Du weisst ja: Ist immer eine subjektive Angelegenheit. Ich empfand den Film, in den ich grosse Hoffnungen gesetzt hatte, als so plakativ, dass ich ihn erst wieder in den Player schieben werde, wenn mich eine „Jetzt muss ich jemanden zur Schnecke machen!“-Stimmung überfällt. Gleichzeitig würde ich mit heftigem Widerspruch rechnen. Über Geschmack lässt sich zum Glück streiten.🙂

      Danke fürs Blogrollen!🙂

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      • Ich hatte bisher noch nie wirklich Lust auf den Film und sehe Fry am liebsten wohl auch als Entertainer (im weitesten Sinne) bzw. Multitalent. Da kann er das Regieführen gerne auch anderen überlassen. Irgendwann werde ich in den Film wohl dennoch reinschauen, spätestens wenn ich irgendwann mal deine Besprechung lese…😉

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