Stand by Me: Das Geheimnis eines Sommers (1986)

Neben „Die Goonies“ und „The Lost Boys“ ist Rob Reiners „Stand by Me: Das Geheimnis eines Sommers“ eindeutig mein liebster Jugendfilm. Im Gegensatz zu den anderen beiden Werken ist er am reifesten und behandelt auch ernste Themen. Innerhalb dieses Genres wäre er wohl das Drama. „Die Goonies“ würden für den Abenteuerfilm stehen und „The Lost Boys“ für Horror und Grusel. Eines haben jedoch all diese Filme gemeinsam: Sie zeigen eines der letzten großen Abenteuer vor dem Erwachsenwerden.

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Rob Reiner erzählt die Geschichte von Steven King in unglaublich ruhigen und oft ergreifenden Bildern. Man fühlt sich zwangsläufig an seine eigene Jugend erinnert. An Abenteuer. An unbeschwerte Freundschaften. Ohne Egoismus und dem Verfolgen irgendwelcher Ziele. Die unbeschwerte Naivität der Kindheit. Auch wenn die Geschichte im Jahr 1959 spielt, so gibt es – auch für meine Generation – ausreichend Berührungspunkte, um die Melancholie zu spüren, die in jeder Szene in der Luft liegt.

Eine besondere Tragik erhält der Film durch den frühen Tod von River Phoenix. Seine Figur (Chris Chambers) sagt in einer Szene über einen seiner Freunde, dass dieser seinen 20. Geburtstag – aufgrund seines Lebenstils – wohl nicht mehr erleben werde. River Phoenix wurde gerade einmal 23. Ich werde mich immer an seine fantastische Leistung in „Stand by Me“ erinnern. Doch auch Wil Wheaton („Star Trek: The Next Generation“), Jerry O’Connell („Crossing Jordan“) und – wie immer in diesen Filmen – Corey Feldman („Die Goonies“, „The Lost Boys“, „Gremlins“) leisten für ihr Alter fantastische Arbeit. Auch darf man Kiefer Sutherland („The Lost Boys“, „24“) nicht vergessen, der einen herrlichen Fiesling abgibt.

Ich könnt hier noch viel schreiben. Letztendlich ist mit einem Satz alles gesagt: „Stand by Me“ ist einer meiner absoluten Lieblingsfilme. Er wird es auch immer bleiben. Ganz, ganz großes Kino: 10/10 Punkte.

Prädikat: Lieblingsfilm

34 Gedanken zu “Stand by Me: Das Geheimnis eines Sommers (1986)

  1. Hmm, ich hab den Film zwar schon ein paar Mal gesehen, fand ihn auch immer ganz okay, konnte aber nie die ekstatischen Lobeshymnen meines Bruders dabei verstehen- ich glaube, ich sollte mich da zurückziehen und einfach behaupten, es ist so eine Männersache..😉

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  2. Absolute Zustimmung zur Kritik, auch einer meiner Lieblingsfilme. Wahrscheinlich aber wirklich ein reiner Jungsfilm, wie die Wilden Hühner halt ein Mädchenfilm ist.
    „Ich hatte nie wieder so gute Freunde wie in diesem Sommer, als ich 12 war. Aber mein Gott, wer hat die schon?“ Schöner Schlusssatz des Films🙂

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  3. Stimmt, der Schlusssatz ist wirklich der absolut passende Abschluss für den Film – und er enthält tatsächlich viel Wahrheit, da sich die Freundschaften der Kindheit doch stark von den erwachsenen Freundschaften unterscheiden.

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  4. Ich gestehe: Als ich den Titel las, scrollte ich direkt zu den Punkten und warf dem Bildschirm eine Kusshand für diese Wertung zu! Diesen Film habe ich immer und immer wieder gerne gesehen und ich zitiere den manchmal heute noch („Ich bin den ganzen Weg geraaaaannt, geraaaannt…“, „Das Gewehr geladen in der starken Hand, zieht der Ritter ohne Rüstung durch das wilde Land…“) Hach, ich könnt den glaub ich heute noch auswendig mitsprechen…*schwärm*

    Ein wirklich grandioser Film!!

    @Lucky#Slevin: Nein, kein Männerding😉

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  5. @ loewenzahn: Wusste ich doch, dass der Film auch beim schöneren Geschlecht Anklang finden kann. Freut mich umso mehr, dass dann auch hier all die grandiosen Zitate bekannt sind. Toll, wenn man persönliche Klassiker teilen kann!🙂

    @ Sebastian: Ja, „Veeeeeern!“ ist auch klasse und klint mir immer noch im Ohr…😀

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  6. *loool* JAAAA!! Veeeeeeern…das schnarrt im Ohr, allein wenn man dran denkt. Und im Studium muss ich immer grinsen, wenn in irgendeinem Zusammenhang Egel oder Blutegel erwähnt werden *hrhr* Gut… is jetzt für die männliche Zuschauerklientel vielleicht eher traumatisierend gewesen die Szene…aber als Mädel hab ich seeeeehr gelacht😀

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  7. Pingback: Das goldene Zeitalter « Abfallkalender

  8. ach ja dieser film ist echt voll gail ♥
    ich kann ihn jetzt auch auswendig *stolz*
    wunderschön!
    aber was ich auch sehr traurig finde ist:
    das gordie am ende sagt das sie sich getrennt haben (vern, teddy und so) und das sie nacher nur noch zwei weitere gesichter auf dem schulhof waren😦
    naja…
    sonst ist er einfach hamma!

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  9. Pingback: Brücke nach Terabithia - OT: Bridge to Terabithia « Tonight is gonna be a large one.

  10. Nun, da reihe ich mich hier mal ein. Keinen Film habe ich oefter gesehen als „Stand By Me“. Auf Deutsch, auf Englisch, mit Audiokommentar, mit chinesischen Untertiteln etc.

    Meine letzte Sichtung des Films war allerdings stark getruebt. HBO hat den Film hier in Taiwan unverstaendlicherweise nur stark geschnitten gesendet. Aus dem ohnehin nur kurzen Film wurde da glatt ein 70-Minueter. Geschnitten wurden alle moeglichen Flueche und pubertaer-sexuellen Anspielungen. Und das in einem Land, wo das „Dawn of the Dead“-Remake am Vormittag laeuft.

    Gut, dass es DVDs gibt, die dem melancholischen und in seiner Einfachheit erstaunlich weisen Film den vollen Raum zur Entfaltung geben. 10 von 10 Punkten bei einer Wertungsskala kurz vorm Bersten.

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  11. Oh ja, „Stand by Me“ ist ganz großes Kino. Die Kürzungen kann ich auch nicht nachvollziehen. Ich möchte auf jeden Fall keine Sekunde dieses Meisterwerks missen. Ein Coming-of-Age-Film, der gekonnt wie kein zweiter die letzte Unschuldigkeit der Jugend zelebriert – jetzt bekomme ich schon wieder Lust auf eine Sichtung!

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  12. Der Film ist auch heute noch echter Klassiker und man kann ihn sich immer und immer wieder ansehen.
    Ich habe jetzt schon seit langem danach gesucht, wie das Gewehr-Lied weiter geht: „Das Gewehr geladen in der starken Hand, zieht der Ritter ohne Rüstung durch das wilde Land…..“, leider habe ich bislang nichts gefunden das darauf hindeutet wie es nun weitergeht. Aber am Ende des Films, wo Teddy nach Hause geht, sind er das Lied weiter nur leider wird er mittendrin ausgeblendet. Wisst Ihr vielleicht mehr?

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  13. Ja, wahrlich ein Klassiker! Für mich sowieso einer der besten Filme aller Zeiten. Bei dem Lied kann ich dir leider nicht weiterhelfen, habe den Film aber auch nicht mehr so gut im Kopf, da die letzte Sichtung bereits über ein Jahr her ist. Wenn ich etwas erfahre, werde ich es hier weitergeben…

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  15. „The Goonies“ und „Stand by Me“ habe ich inzwischen auf Blu-ray hier stehen, allerdings auf diesem Medium noch nicht gesehen. „The Lost Boys“ fehlt mir noch, doch dies ist sicherlich auch nur noch eine Frage der Zeit. Dann hoffe ich mal, dass du brav warst und zu deinem 33. entsprechend beschenkt wirst…😉

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  26. „Stand by me“ ist ein absolutes Meisterwerk! Ich habe den Film vor knapp 20 Jahren als 12-jähriges Mädchen zum ersten Mal im Fernsehen gesehen. Nie mehr hat mich ein Film so tief berührt wie dieser! Ich kann nicht mal sagen, warum… Vielleicht liegt es an diesem einzigartigen und unbeschreiblichen Gefühl das einen jedes Mal überkommt, sobald man die ersten Klänge der Melodie hört, wenn Gordie als erwachsener Mann in seinem Auto sitzt und beginnt, seine Geschichte zu erzählen… Oder auch an der melancholischen Stimmung, die sich durch den ganzen Film zieht.
    Einer meiner absoluten Lieblingsfilme! …und es stimmt: Man hat nie wieder solche Freunde wie damals, als man 12 war.🙂

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    • Besser hätte ich es nicht ausdrücken können. Auch wenn ich bei der ersten Sichtung wohl etwas älter als 12 gewesen sein dürfte, so trifft es deine Beschreibung doch perfekt. Diese melancholische Grundstimmung packt mich auch immer wieder – und speziell das Zitat am Ende enthält so viel Wahrheit, dass es schon fast wieder traurig ist. Ganz, ganz toll. Hach.

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