The Last Days on Mars (2013)

Da ich nun endlich „Der Marsianer“ fertig gelesen habe, hatte ich nun Lust auf die Verfilmung. Aber mir gab es zu wenig Zombies in der Geschichte und somit habe ich mich für „The Last Days on Mars“ entschieden. Mars und Zombies. Das hat doch schließlich schon 2001 bei John Carpenters „Ghosts of Mars“, ähm, exzellent funktioniert – oder sollte mich meine Erinnerung da etwa täuschen?

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Ich mag Sci-Fi-Horror und bin immer auf der Suche nach neuen Werken dieses Genres. So hat es auch „The Last Days on Mars“ auf meine Liste geschafft. Nachdem mich vor ein paar Jahren „Pandorum“ äußerst positiv überraschte und „Event Horizon“ nun auch schon fast 20 Jahre auf dem Buckel hat, war es doch höchste Zeit für gepflegten Grusel dort, wo dich niemand schreien hört. Wenn bekannte Horror-Figuren in einem neuen Setting (sprich fremden Planeten oder dem Weltraum) auftreten, dann ist immer Vorsicht geboten: Werke wie „Hellraiser IV: Bloodline“ oder „Jason X“ mögen Unterhaltungswert bieten, doch sind diese klar in der B-Movie-Ecke verankert. Auch The Asylum hätte die Prämisse unter „The Martian Zombie Chronicles“ verfilmen können. Doch dieser Film nimmt sich und seine Geschichte tatsächlich ernst.

„The Last Days on Mars“ ist atmosphärisch, ansprechend gefilmt und mit durchaus brauchbaren Schauspielern (u.a. Liev Schreiber) besetzt. Selbst die Zombies wirken angenehm realistisch und aufgrund des klaustrophobischen Settings bedrohlicher als in anderen Filmen oder Serien dieses Genres. Ein voller Erfolg also? Leider nicht, denn die Geschichte ist so unglaublich konventionell erzählt, dass es zu keinerlei Überraschungen kommt. Alles, aber auch wirklich alles wurde bereits unzählige Male besser erzählt. Die Charaktere bleiben zudem selbst für einen Horrorfilm frustrierend blass und irgendwann hat sich auch das Setting abgenutzt.

Letztendlich konnte mich „The Last Days on Mars“ nach dem vielversprechenden Start nicht überzeugen. Nette Bilder und durchaus spannende Szenen können nicht über ein viel zu formelhaftes Drehbuch und nichtssagende Entwicklungen hinwegtäuschen. Selbst das Finale ist an Beliebigkeit kaum zu überbieten. Aufgrund des fremdartigen Settings und der durchaus packenden Inszenierung, schafft es der Film gerade noch so in die Mittelmäßigkeit: 5/10 Punkte.

21 Gedanken zu “The Last Days on Mars (2013)

  1. Hab ich mal wieder einen Film (leicht) besser bewertet als du #HoltDenRotstiftFürDenKalender🙂

    Ich mochte die erste Hälfte des Films, die Charaktereinführung(en) und ihre Beziehung/Dynamik. Zudem ist der Mars als Setting immer ein Pluspunkt. Wenn dann aber die Zombies erscheinen, wird es leider wie du ja geschrieben hast sehr konventionell, generisch und vorhersehbar. Dennoch im Zombie-Genre aufgrund der Location mal was anderes.

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    • Habe deine Kritik auch gelesen und wir sehen das tatsächlich recht ähnlich. Fand ihn gut gemacht und mag das Mars- bzw. Space-Setting ohnehin in Verbindung mit Horror. Wirklich nur schade, dass letztendlich alles nach Schema F abläuft…

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  2. Ich fand den ja tatsächlich ganz nett (ein Punkt mehr gegeben), aber im Grunde hast du schon recht: Platte und konventionelle Auflösung der formelhaften Geschichte.
    Falls du mal mehr Lust auf Hard-SciFi haben solltest, schau dir mal „Europa Report“ an. Weiß nicht ob du den schon kennst. Der ist zwar auch nicht perfekt, zieht aber den realistischen Anspruch weitestgehend durch (ehe er einen ähnlichen Fehler wie hier macht…)

    Gefällt 1 Person

  3. Pingback: Media Monday #260 | Tonight is gonna be a large one.

  4. Pingback: Der Marsianer: Rettet Mark Watney – OT: The Martian (2015) | Tonight is gonna be a large one.

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