The Purge: Anarchy (2014)

Nachdem ich vergangenes Wochenende den ersten Teil gesehen hatte, stand heute folglich „The Purge: Anarchy“ auf dem Programm. Ich wusste bereits im Vorfeld, dass der Film in eine ganz andere Richtung gehen sollte und von vielen Zuschauern auch als besser angesehen wird. Insofern war ich ziemlich gespannt, denn die Prämisse fand ich bereits in „The Purge: Die Säuberung“ spannend…

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Es scheint so als hätte sich Regisseur James DeMonaco die Kritik am ersten Teil zu Herzen genommen und wirft uns nun direkt in die Nacht der Säuberung. Auch wenn der zweite Teil, ebenso wie sein Vorgänger, eher als hochwertig produzierter B-Movie durchgeht, so ist es doch ziemlich spannend, dass ein gänzlich anderes Genre bedient wird: aus klaustrophobischem Home-Invasion-Horror wird ein knallharter Survival-Actioner, der nicht von ungefähr an ungestümes 80er Jahre Kino erinnert. Solch einen Richtungswechsel sieht man innerhalb eines B-Movie-Franchises auch nicht alle Tage.

Im Gegensatz zum Vorgänger werden die vorgestellten Figuren auch angenehm sympathisch gezeichnet, d.h. sie besitzen tatsächlich Identifikationspotential. Dies ist auch ziemlich wichtig, denn die Grundidee ist weiterhin ebenso hanebüchen wie faszinierend. Somit sollte man sich am besten ohne zuviel nachzudenken auf diesen nächtlichen Kampf ums Überleben einlassen. Die völlig überzogenen satirischen Elemente fand ich weiterhin nett, wenngleich sie auch teils ein wenig aufgesetzt wirkten – als unterhaltsamer Actioner weiß der Film jedoch bestens zu unterhalten.

Für Serienfreunde gibt es mit Auftritten von Zach Gilford (Matt Saracen, „Friday Night Lights“), Michael Kenneth Williams (Omar Little, „The Wire“) und Justina Machado (Vanessa Diaz, „Six Feet Under“) einige Aha-Erlebnisse und auch Frank Grillo spielt den lakonischen Helden angenehm unaufgeregt. Insgesamt stellt „The Purge: Anarchy“ eine deutliche Steigerung zum ersten Teil dar und ich bin gespannt, ob der geplante dritte Teil noch einen weiteren Genre-Twist für uns bereit hält: 7/10 Punkte.

17 Gedanken zu “The Purge: Anarchy (2014)

  1. Du findest die Prämisse spannend und zugleich hahnebüchen – beißt sich für mich irgendwie. Find das Konzept total schwachsinnig, bin mir jedoch bewusst, dass man nicht drüber nachdenken soll (was ich eigentlich spannender fände, als das Nachdenken auszusetzen, but that’s just me), sondern es nur als Aufhänger für B-Movie-Action dient. Da ich Teil 1 aber schon kacke fand, hab ich mir den gleich gespart.

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    • Wieso beißt sich das für dich? Idee und Aussage finde ich wirklich spannend, allerdings macht die Umsetzung samt merkwürdiger Regeln einfach keinen Sinn. Das hätte man besser erklären müssen. Dennoch mag ich dieses beinahe schon postapokalyptische Setting, speziell nun eben im zweiten Teil.

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  3. Jupp. Der zweite Teil war wirklich angenehmer zu schauen, weil sie sich der Idee ein bisschen besser widmen als noch im ersten Teil. Falls da noch ein dritter Teil kommt, bin ich echt gespannt, was da passieren wird. Ich könnte mir ja gut vorstellen, dass sie daraus in bester Horror-Trilogie-Manier ein Prequel machen und vielleicht erzählen, wie es überhaupt zur Purge kam – was an sich einen ganz neuen Twist und eine interessante Story bieten könnte.

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    • Soweit ich es gesehen habe, sollen im dritten Teil zumindest teils die Schauspieler des zweiten Teils mitspielen. Würde gegen die spannende Idee eines Prequels sprechen. Ich vermute man wärmt a) den zweiten Teil noch einmal auf oder b) zeigt die letzte Purge-Nacht, sprich Aufstand gegen die Regierung usw. Könnte auch recht spannend werden.

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