Das verlorene Symbol (Dan Brown)

verlorene_symbolWie schon sowohl für mein Lesejahr 2014  als auch das aktuelle Lesejahr angekündigt, habe ich es endlich geschafft mich Dan Browns „Das verlorene Symbol“ zu widmen. Mit den bisherigen Abenteuern Robert Langdons verbinde ich sehr gute Erinnerungen, habe ich doch „Illuminati“ gelesen noch bevor die Werke des Autoren groß durchgestartet sind, während mich „Sakrileg“ während einer ziemlich harten Prüfungsphase erfolgreich ablenken konnte. Mit den leider höchstenfalls durchschnittlichen Verfilmungen ging mein Interesse an der Reihe auch verloren und somit hat es Jahre gedauert, bis ich mich an die Fortsetzung wagen sollte…

Mit Washington, D.C. als Setting hatte ich mir so einiges erwartet, denn immerhin zählt die Reise in die US-Hauptstadt mit zu meinen schönsten Erinnerungen – und tatsächlich wurde meine Fantasie  auch durch den Schauplatz befeuert. Mit Robert Langdon bekommt man eine Hauptfigur an die Seite gestellt, die sich bereits über zwei Romane bewährt hat. Ich empfand ihn dieses Mal jedoch als ziemlich blass, was auch für die gesamte Handlung gilt. Antagonist Mal’akh ist noch die interessanteste Figur, wenngleich er auch völlig überzeichnet dargestellt wird. Brown verknüpft in „Das verlorene Symbol“ den mysteriösen Reiz von Geheimbünden mit dem extrem pseudowissenschaftliche Hintergrund der Noetik, was eine krude aber irgendwie auch unterhaltsame Mischung abgibt.

An der Erfolgsformel hat Dan Brown nur wenig geschraubt, was natürlich auch bedeutet, dass wir am Ende des zweiten Akts eine überraschende Wendung präsentiert bekommen – und ja, ich fand sie wirklich überraschend. Das alles macht „Das verlorene Symbol“ zu keinem wirklich guten Buch, aber einem unterhaltsamen. Genau das Richtige eben, um abends kurz vor dem Einschlafen noch einmal 10 Seiten zu lesen. In dieser Form hat mich der 800-seitige Wälzer über das letzte halbe Jahr begleitet (wenngleich ich auch ein paar Comics eingeschoben hatte), was auch so einiges aussagt. Unterhaltsames Mystery-Geschwurbel mit tollem Setting: 7/10 Punkte.

14 Gedanken zu “Das verlorene Symbol (Dan Brown)

  1. Ich habe es auch gelesen und versuche mich zu erinnern … Es gelingt mir gar nicht so gut, ich habe nur noch die kryptische Formel: Ende=Mist in meinem Oberstübchen gefunden, das beunruhigt mich etwas. Aber schön zu lesen, dass es nicht nur mir so geht und man mit der Zeit offenbar gewisse Twists in Browns Romanen regelrecht erwartet. Danke für die Besprechung.🙂

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    • Ich glaube auch, dass ich mich schon bald nicht mehr wirklich daran erinnern kann. Und du hast Recht: Das Ende war wirklich wieder esoterisches und pseuodowissenschaftliches Geschwafel. Für die Zeit des Lesens wurde ich aber wirklich gut unterhalten, was wohl auch viel über meine momentane Aufmerksamkeitsspanne aussagt…😉

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  2. Das liegt auch noch hier, aber über die ersten 20 Seiten kam ich nie hinaus. Warte daher wohl lieber auf die Verfilmung (ja, ich mag sie irgendwie). Oder es wird angehört. Das einzige Hörbuch was ich je durchgezogen habe war „Diabolus“ von Dan Brown. Der Kreis schließt sich vielleicht…😉
    Aber 800 Seiten in einem halben Jahr? Bei deiner Freizeit ist das doch ordentlich. Vielleicht nicht so schnell wie deine Laufrunden, aber… dennoch ganz ordentlich.😛

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    • Ich komme mit Hörbüchern ja nicht so recht klar, da konzentriere ich mich lieber auf Podcasts. Die Verfilmungen gehen durchaus in Ordnung (müsste ich aber noch einmal schauen), doch fand ich sie damals im großen Hype einfach enttäuschend. Genauso wie übrigens „Diabolus“, das ich tatsächlich als Hörbuch gehört habe…😉

      Nee, 800 Seiten in einem halben Jahr sind nicht viel. Früher habe ich pro Woche ein Buch gelesen, selbst in stressigeren Zeiten zumindest eines pro Monat. Seit Kindern, Job und Haus geht da leider nicht mehr viel, zumal ja auch Filme, Serien und Blog viel Zeit fordern. Ganz ohne lesen geht es aber eben doch nicht!🙂

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      • An den Verfilmungen bleibe ich bspw.ständig hängen wenn sie im TV laufen…
        Gut, zu „Diabolus“ kann ich nicht mehr viel sagen, das ist schon ein paar Jährchen mehr her.😉
        Das mit den 800 Seiten war ja auch eher auf jetzt bezogen. Das es mal anders war möchte ich gar nicht anzweifeln. Aber stimmt. Mit Serien bist du ziemlich weit vorne dabei! ;D

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      • Von der ersten Verfilmung war ich extrem enttäuscht, hatte aber auch erst kurz davor das Buch gelesen. Die zweite fand ich schon besser.

        Wirklich viel zu „Diabolus“ kann ich auch nicht mehr sagen. Ging ja auch in eine ganz andere Richtung.

        Ja, bei Serien ist eben echt der Vorteil, dass man abends schön zum Runterkommen noch eine Folge schauen kann – und das auch noch zusammen mit dem Partner. Bücher dann eher abends im Bett, wenn man mal wieder nicht einschlafen kann, weil die Gedanken um Haus usw. kreisen…😉

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      • Hmm. Mir sind die Verfilmungen zu lang, aber so sympathisch, was alles wieder in die Balance bringt. Ganz berrückt mit den beiden. Und bei „Illuminati“ vergesse ich stets das Ende. Macht ihn rewatchtauglich…
        Ja, das hat beides seine Vorzüge und man möchte es nicht missen.🙂

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      • Gibt ja von beiden Filmen noch eine erweiterte Fassung, die ich bisher noch nicht gesehen habe. Die Blu-rays stehen aber im Regal, da ich das Genre durchaus mag und bisher nur die Synchro kenne, die nicht sonderlich gelungen war. Mal sehen, gerade hätte ich auch wieder Lust auf die Filme…😉

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  3. Na, für dich Bücher zu schreiben macht ja mal richtig Freude… ein Buch im halben Jahr😉 .

    Den Roman habe ich auch noch ungelesen im Regal stehen. Irgendwie hat sich bis jetzt immer was gefunden, was mich mehr angesprochen hat.

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    • Ja, mehr ist zurzeit leider nicht drin. Wird sich aber bestimmt wieder ändern und ich brauche ja auch nicht für jedes Buch so lange. Da haben im Moment einfach andere Dinge Prioritäten bzw. müssen es einfach haben…😉

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