Media Monday #190 – Rosenmontags-Special

Passend zum Rosenmontags-Special liegt auch ein Wochenende mit viel Faschingstrubel hinter mir. Ehrlich gesagt waren es eigentlich nur zwei Stunden Kinderfasching, doch das reicht dann auch wieder für ein Jahr. Immerhin sind in den Faschingsferien die Straßen schön leer, so dass ich zeitig nach Hause gekommen bin, um die aktuellen Fragen des Medienjournals zu beantworten…

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  1. Animierte Charaktere oder Puppen/Kostüme?
    Kann man so pauschal nicht sagen; am besten eine Kombination aus beidem, je nach Einsatzzweck und Wirkung. Vermutlich funktioniert „Jurassic Park“ deshalb auch heute noch so gut, weil man sich eben nicht steif auf nur eine der beiden Techniken verlassen hat.
  2. Clowns können ganz schön furchteinflößend sein. Nach einem Kindergeburtstag war unser Zappelinchen sichtlich verstört: „Und dann war da plötzlich ein Clown!“ Selbst Monate später war sie da noch nicht drüber weg…
  3. Wenn die Effekte auch nicht wirklich up-to-date waren/sind, hat mich die TV-Serie „Farscape“ doch stark begeistert, gerade weil sie neben extrem schwachen CGIs auf fantastische handgemachte Puppen aus dem Hause Jim Henson setzt.
  4. Kostümiert oder nicht, einen Helden zeichnet für mich aus, Schwächen zu besitzen, die er überwinden muss, um heldenhaft sein zu können.
  5. „Snowpiercer“ hätte ja leicht ins Lächerliche abdriften können, jedoch hat Regisseur Bong Joon-ho aus dem seltsamen Setting einen gar wundervollen Film geschaffen.
  6. Kunst liegt ja bekanntermaßen im Auge des Betrachters. „Moulin Rouge!“ ist in meinen Augen ein Kunstwerk, denn Baz Luhrmanns Film überzeugt auf jeder Ebene: fantastische Bilder, mitreißende Songs und große Emotionen. Hinzu kommt eine Kulissenhaftigkeit, die das Universum des Films nicht einschränkt, sondern erweitert. Populäre Kunst im besten Sinne!
  7. Was mich an Karneval richtiggehend nervt: eigentlich alles, doch wenn ich sehe wie viel Spaß die Kinder auf ihren Faschingsfeiern haben, dann halte ich das selbst als größter Faschingsmuffel für ein paar Stunden im Jahr aus…

43 Gedanken zu “Media Monday #190 – Rosenmontags-Special

      • Ob meine Bankroll sowas zulässt wird wohl eher die Sichtung entscheiden. Nachdem die Blutiger Freitag Restauration und so manch feine Nischenedition für 20-40 Euro pro Film in letzter Zeit den Kurs bestimmen versuche ich nach Möglichkeit Käufe zurückzufahren. Hab ich zwar schon öfter versucht, aber dieses Jahr sind die Bedingungen andere, sind unmittelbarer. Und es kommen dies Jahr noch einige Schätzchen, die ich nicht verpassen will.🙂

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      • „Moulin Rouge!“ sollte es locker unter 10 Euro geben. Kann aber gut verstehen, wenn man die Käufe zurückfährt. Auch ich habe mir ein monatliches Limit gesetzt, das ich nur durch Verkäufe alter Filme aufstocken kann. Ist ein ganz guter Ansporn die Sammlung schmal (okay, das ist natürlich übertrieben) zu halten…😉

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    • Ja, „Es“ hatte ich damals auch gesehen. Hat mich auch verstört, obwohl ich gar nicht mehr ganz so jung war. Sollte ich mal wieder schauen, schon alleine, um zu sehen wie der Clown heute so wirkt…😉

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  1. Oh, schon wieder „Farscape“. Gleich mal gucken was das ist…
    Wäre bei Animationen und Robotern/Puppen/whatsoever nicht immer dieser Geldaspekt dabei. Man könnte mit der richtigen Mischung der Komponenten Filme für die Ewigkeit schaffen. Na wenigstens wissen wir das handgemachte noch zu schätzen.

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    • „Farscape“ ist eine tolle Serie, wenn man ungewöhnliche Sci-Fi mag und auf Puppen steht. Also animatronische Puppen. Ganz toll gemacht, nur von der Erzählstruktur her ein wenig altmodisch.

      Was das Geld angeht, so glaube ich nicht einmal, dass CGI so viel günstiger ist. Allerdings haben die Produzenten und wohl auch der Regisseur dabei das Gefühl, sie könnten stets noch Änderungen vornehmen, sollte der Film bei einem Testscreening durchfallen o.ä.

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      • Klasse, schaue ich bei Gelegenheit mal rein!

        Ich kenne mich damit überhaupt nicht aus, bin einfach nur vom finanziellen Aspekt ausgegangen. Das mit den Änderungen kann natürlich sein und klingt bei den Millionenbudgets auch vernünftig.

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      • Ich komme ursprünglich selbst aus der VFX/Postproduktionsecke (wenn natürlich auch auf viel kleinerem Niveau) und weiß daher, dass VFX teuer sind. Natürlich wandert auch Hollywood immer öfter nach Osteuropa aus und heuert speziell für Effekte, die man eher im Hintergrund sieht usw. eher günstige Klitschen an, was man aber auch häufig sieht. Naja, ist ein ganz anderes und schwieriges Thema.

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      • Ich dachte nur immer im direkten Vergleich sei selbstgebautes teurer. Zumindest wirkt das immer so, wenn sich mal ansieh wie viel mittlerweile die VFX einnehmen. Selbst bei den Sets glaube ich es zum Teil kaum noch, dass einfach so vieles aus dem Computer kommt. Aber gut gleich einen Fachkundigen an der Hand zu haben.

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      • Bei den Sets stimmt das bestimmt auch, zumal man im Studio ja eine kontrollierbare Umgebung hat und nicht Wetterumschwüngen etc. ausgesetzt ist. Auch fällt hier die gesamte Logistik weg, d.h. ganze Teams zum Drehort schaffen, verpflegen usw. Ich war von den reinen Kosten der Erstellung von CGI und In-Kamera-Effekten ausgegangen. Was digitale Matte Paintings und Set-Erweiterungen angeht, wird man mit CGI ordentlich etwas sparen, keine Frage.

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