Men at Work – Season 1

Nach über 15 Monaten in Point Place war es nach dem Finale von „That ’70s Show“ nicht einfach den Übergang in eine andere Sitcom-Welt zu finden. Somit habe ich mit „Men at Work – Season 1“ nur einen kurzen Ausflug nach New York unternommen und war dabei immerhin in Begleitung von Danny Masterson – Mr. Steven Hyde aus „Die wilden Siebziger!“ höchst persönlich. Eine gute Wahl?

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Der Einstieg in die Serie ist mir nicht leicht gefallen. Während der ersten vier Episoden konnte ich mich nur schwer mit Mastersons neuer Rolle anfreunden, die so gar nichts von dem Charme seines bekanntesten Charakters zu haben schien. Auch das Setting wirkte extrem gewollt: wie eine 90er Jahre Sitcom, die auf Biegen und Brechen versucht modern zu sein. Die nur allzu bekannte Prämisse von Männern, die sich in der heutigen Welt zurechtfinden müssen, hatte man in den letzten Jahren zudem einfach schon zu oft gesehen – und das teils auch gelungener, wie z.B. in der von mir gerne gesehenen Serie „Man Up!“, die leider äußerst kurzlebig war.

Wenn ich die DVDs nicht schon zu Hause gehabt hätte und die Staffel länger als 10 Episoden laufen würde, hätte ich vermutlich nicht weitergeschaut. Dann jedoch hatte ich einen Abend eine gute Stunde Zeit und blieb gleich drei Episoden am Stück dran – und was soll ich sagen? Die Serie konnte mich für sich gewinnen. Einige Witze sind schon etwas platt, die Handlung ist meist auch vorhersehbar, doch werden die Charaktere – insbesondere Mastersons Milo – immer sympathischer. Mit den Gastauftritten von Laura Prepon (Donna) und Wilmer Valderrama (Fez) aus „That ’70s Show“ konnte die Serie bei mir zudem noch einige Punkte gut machen. Und dann noch eine „The Goonies“-Referenz – Sitcom-Herz, was willst du mehr?

Man darf sich nichts vormachen: „Man at Work“ ist keine sonderlich innovative Serie, doch wer gerne Sitcoms schaut, der dürfte recht gut unterhalten werden. Ich hatte nach einer gewissen Anlaufphase zumindest meinen Spaß und hätte durchaus mehr als 10 Episoden vertragen können – gerade wenn man sich als Zuschauer warm gesehen hat: 7/10 (7.4) Punkte.

13 Gedanken zu “Men at Work – Season 1

  1. Man Up! war auch in meinen Augen (wegen des Geek-Einschlags) minimal stärker, aber der böse Zuschauer wollte die sympathischen Jungs und das The Rock-Double nicht mehr sehen. Men At Work hat bei mir schneller gezündet (wohl auch wegen meiner doch schon sehr lang herliegenden That ’70s Show-Freundschaft); spätestens mit der Klo-Episode hatten mich die Vier erwischt. Season 2 ist übrigens auf dem demselben Niveau, während die Nr. 3 mir doch deutlich weniger gefiel.

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    • Ja, die ausgebliebene Gegenliebe, die den Männern (und Frauen, die gab es ja auch) in „Man Up!“ entgegengeschlagen ist, finde ich immer noch extrem schade. Aber so ist es ja oft. „Man at Work“ ist ein netter Ersatz, doch finde ich 10 Episoden bei solch einer Sitcom auch fast zu wenig, um genügend Running Gags oder Charaktereigenheiten zu etablieren. Ich werde Staffel 2 und 3 dennoch eine Chance geben, wenn sie irgendwann auf DVD erscheinen sollten.

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    • Ja, ist ganz nett, um nicht in ein zu tiefes Loch nach „That ’70s Show“ zu fallen. Hyde mochte ich auch mit am liebsten – und er war ja glücklicherweise konstant über alle Staffeln dabei. Viel Spaß dann noch mit den letzten beiden Staffeln!🙂

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  2. Die Serie klingt sehr interessant für das gepflegte zwischendurch schauen. Werde ich mir demnächst zulegen. Kann man „Man at Work“ qualitativ mit meinem geliebten „Rules of Engagement“ vergleichen? Schonmal danke für den Tipp!

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    • Interessant, dass du diesen Vergleich aufmachst. Mich hat die Serie tatsächlich ein wenig daran erinnert, wenngleich „Rules of Engagement“ sich natürlich über die Jahre entwickeln konnte und irgendwann auch totgelaufen hat. Ich bin mir aber sicher, dass dir dann auch „Mem at Work“ gefallen wird!

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  3. Pingback: Men at Work – Season 2 | Tonight is gonna be a large one.

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