Moon (2009)

Freitagabend. Filmzeit. Nachdem der Film schon unendlich lange auf meiner Liste der noch zu sehenden Filme stand, habe ich heute endlich „Moon“ eingelegt. Der Film von David Bowies Sohn Duncan Jones wurde besonders von Genrefans in den höchsten Tönen gelobt. Selbst Vergleiche zu Ridley Scotts Sci-Fi-Klassiker „Blade Runner“ wurden gezogen. Doch was hat der 2009er Überraschungshit tatsächlich zu bieten? Spoiler sind zu erwarten.

Der Film hat eine Menge zu bieten. Besonders eine Menge Sam Rockwell. Der Film ist eine One-Man-Show im besten Sinne. Glücklicherweise hatte Duncan Jones ein glückliches Händchen bei der Besetzung – wenn man dem Making of glauben mag, hatte er „Moon“ sogar einzig und allein für Sam Rockwell geschrieben. Eine klassische Win-Win-Situation. Auch für den Zuschauer. Ebenso wichtig, wie der Hauptdarsteller ist jedoch das futuristische Setdesign, das tatsächlich an die Sets der großen Sci-Fi-Klassiker, wie z.B. die Nostromo aus „Alien“, erinnert. Äußerst gelungen.

Die Geschichte an sich hatte ich mir deutlich mysteriöser vorgestellt. Diverse Film-Podcasts schlichen verdächtig um etwaige Spoiler herum und man hätte den Eindruck gewinnen können, dass „Moon“ auf eine große Auflösung abzielt. Jedoch weit gefehlt. Die Handlung ist von Anfang an recht klar und versucht nicht den Zuschauer unnötig auf falsche Fährten zu locken. Es geht nicht darum, dass Sam Bell herausfindet ein Klon zu sein (was ohnehin bereits in den ersten 30 Minuten geschieht), sondern was er mit dieser Information anstellt. Was ist der Sinn des Lebens? Was macht ein Individuum aus? Existenzielles Drama par excellence.

Auch wenn ich „Moon“ nicht als so einflussreich und beeindruckend wahrgenommen habe, wie wohl die meisten Genrefans, so hat mich der Kern der Geschichte doch wirklich berührt. Ich mochte die Interaktion der beiden Sams, den zur Abwechslung netten Roboter und die audiovisuelle Präsentation des Films. Ein kleiner und doch großer Genrefilm, wie es sie viel zu selten gibt. Sollte man auf jeden Fall gesehen haben: 8/10 Punkte.

19 Gedanken zu “Moon (2009)

  1. Dann bin ich ja beruhigt. Anscheinend einer der wenigen Filme, die du etwas besser einschätzt als ich. Im Grunde kann ich aber auch deine ausführlichere Kritik so unterschreiben, wie sie ist. Der halbe Punkt macht das Kraut dann auch nicht fett.

    Jaja, das Teaser-Intro. Seit ich nur noch kurz vor Mitternacht zum Kritiken verfassen komme, muss ich schon meine geballte Kreativität aufbringen…😉

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  2. Ich fand den sehr toll. Diese One-Man-Show war wirklich beeindruckend. Die Story selbst hätte ich mir auch etwas mysteriöser vorgestellt – nach den ganzen Trailern. Aber trotzdem ein gelungenes Debüt. Da fiel „Source Code“ schon wesentlich schwächer aus, fand ich!

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  3. Da ich Zeitreise-Geschichten à la „12 Monkeys“ sehr mag, werde ich mir „Source Code“ bei Heimkino-Release auf jeden Fall anschauen. Ich habe aber schon öfter gehört, dass dieser nicht mehr so gelungen sein soll, wie „Moon“.

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  4. Gehöre auch zu denen, die sich den Film schon lange und unbedingt ansehen wollen, sollte ich mir zu diesem Zwecke erst einmal zulegen glaube ich. Ja, das Intro war schön und deine Wertung macht Lust auf mehr; den Rest konnte ich ja der Spoilergefahr wegen nicht lesen – aber ich komme darauf zurück!

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  6. Pingback: Source Code « Tonight is gonna be a large one.

  7. Pingback: Media Monday #33 « Tonight is gonna be a large one.

  8. Pingback: Moon (2009) | Film-Blogosphäre

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  11. Pingback: Kritik: Moon | filmexe

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