Verblendung (Stieg Larsson)

Schon lange habe ich kein Buch mehr so verschlungen, wie „Verblendung“ von Stieg Larsson. Wenn ich mich nach einem 10 Stunden Arbeitstag nachts um 23 Uhr noch hinsetze und bis zu 50 Seiten lese, dann zeugt das eindeutig von der Qualität einer Geschichte. Umso schöner, dass die beiden Fortsetzungen nur darauf warten von mir gelesen zu werden.

Der erste Teil der „Millenium“-Trilogie fängt gemächlich an, nur um gegen Ende in einen wahrlich knallharten Thriller umzuschwenken. Das hätte ich zu Beginn so nicht erwartet. Stieg Larsson gelingt das seltene Kunststück seinen Roman absolut schlüssig zu gestalten und selbst die Auflösung gegen Ende nicht aufgesetzt wirken zu lassen – ganz im Gegensatz zu anderen Vertretern dieses Genres (siehe „Kalte Asche“ von Simon Beckett). Ein wahrlich herrlich mitreißendes Lesevergnügen.

Die beiden Hauptfiguren Mikael Blomkvist und Lisbeth Salander bilden ein ungleiches Ermittlerteam, das den Leser in einen immer tieferen Abgrund von Macht, Gewalt und Perversion begleitet. Eingebettet wird die Thrillerhandlung in eine beinahe schon epische Familiengeschichte, welche sich zwar nur nach und nach entwickelt, doch gerade deshalb die Ermittlungsarbeit von Salander und Blomkvist so spannend und nachvollziehbar wirken lässt.

Letztendlich ist Stieg Larsson mit „Verblendung“ ein fantastischer Debütroman gelungen, der allen Freunden von besonders düsteren skandinavischen Thrillern dringend ans Herz gelegt ist. Ich freue mich schon auf die beiden Nachfolger sowie die Verfilmung der Trilogie. Tolles Textkino: 9/10 Punkte.

13 Gedanken zu “Verblendung (Stieg Larsson)

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  7. ich kann dir nur zustimmen, denn den ersten Band habe ich auch so schnell gelesen, wie zuvor noch kein Buch… bei den Nachfolger ließ mein Tempo jedoch nach. Man das hört sich jetzt so negativ an. Solls aber nicht sein. Es liebt wohl daran, dass dieser faszinierende erste Larsson- Eindruck verschwommen ist… bitte nicht falsch interpretieren.

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    • Ja, der zweite und dritte Teil ist deutlich langsamer erzählt. Zwar fand ich die Romane nachträglich betrachtet auch wirklich gut, doch letztendlich hat mich der erste mit Verknüpfung aus Kriminalgeschichte und persönlicher Vergangenheitsbewältigung am meisten begeistert.

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