Terminator 3: Rebellion der Maschinen – OT: Terminator 3: Rise of the Machines (2003)

Sturmfrei. Ausgelaugt von der Arbeit. Zeit für einen anspruchslosen Actionfilm, bei dem man das Gehirn getrost auf Sparflamme laufen lassen kann. Zeit für „Terminator 3: Rebellion der Maschinen“ und den damit bislang jüngsten Teil dieser Filmreihe.

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Viel zu sagen gibt es zu Jonathan Mostows („Breakdown“) Werk leider nicht. Eine typische, nachgeschobene Fortsetzung, die sich nicht so recht in das Franchise eingliedern will. Doch wie könnte sie auch? James Camerons Vorgänger wiegen einfach zu stark. Mit „Der Terminator“ hatte er ein düsteres Low-Budget-Meisterwerk mit epischer Tiefe geschaffen und es mit „Terminator 2: Tag der Abrechnung“ selbst nach allen Regeln der Kunst ins Mainstream-Kino transferiert. Dabei wurde jedes Überraschungsmoment genutzt, das die Geschichte hergibt. Nicht nur höher, schneller und weiter. Eine konsequente und absolut stimmige Fortsetzung.

Was bleibt also noch für den zweiten Aufguss nach über 10 Jahren? Leider nur noch höher, schneller und weiter. Die Actionszenen sind wirklich beeindruckend. Zwar nicht sonderlich inspiriert, doch immerhin kracht es an allen Ecken und Enden. Wenn die beiden Terminatoren aufeinander treffen bleibt wahrlich kein Auge trocken. Unterhaltsam ist der Film ohne jeden Zweifel. Es gibt auch einige nette selbstironische Momente von Herrn Schwarzenegger zu bewundern. Weder er, noch sein Terminator sind eben die jüngsten Modelle. Auch Kristanna Loken hat als Terminatrix so ihren Charme, wenngleich sie einer Summer Glau („Terminator: The Sarah Connor Chronicles“) nicht auch nur annähernd das Wasser reichen kann.

Die Geschichte selbst ist leider eher mau und kann erst gegen Ende Punkte gut machen. Vermutlich liegt das größtenteils an der absolut schwachen Figurenzeichnung. Auch wenn ich Nick Stahl seit der grandiosen TV-Serie „Carnivàle“ sehr gerne sehe, so bleibt er als John Connor doch eher blass. Da hat Claire Danes eine weitaus größere Leinwandpräsenz, wenngleich ihre Rolle großartige Leistungen verhindert. Somit kann keine wirkliche Bindung zu den Figuren entstehen, wodurch der Film seltsam distanziert wirkt.

Das alles liest sich nun viel schlechter, als ich den Film eigentlich aufgenommen habe. Vermutlich bin ich immer noch enttäuscht. Doch wie gesagt: Nach diesen Vorgängern war die Erwartungshaltung natürlich enorm. Somit ist „Terminator 3: Rebellion der Maschinen“ kein schlechter Film. Nur eben auch kein sonderlich guter. Für Freunde der Reihe immerhin überdurchschnittlich gute Unterhaltung: 6/10 Punkte.

11 Gedanken zu “Terminator 3: Rebellion der Maschinen – OT: Terminator 3: Rise of the Machines (2003)

  1. Der Film sieht noch mehr nach TV-Produktion aus als (das eigentlich ganz gute) SCC. Mostow ist einfach ein stinknormaler Handwerker, den man gewählt hat, weil er gut mit Budgets umgehen kann, nicht, weil er gute oder visionäre Ideen hat. Das ist vor allem deswegen schade, wenn man die Nachfolge eines der Actionklassiker schlechthin antreten muss😉

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  2. Das trifft den Nagel wohl ziemlich genau auf den Kopf. Mostows „Breakdown“ fand ich dagegen ganz formidabel. Ein solch schweres Erbe, wie das hier hätte man allerdings wahrlich einem visionäreren Regisseur in die Hand geben sollen.

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  3. Ich fand Terminator 3 jetzt gar nicht mal so schlecht. Was aber vor allem an der guten Action liegt, die mir – wie dir – im Film richtig gefallen hat. Die Szenen mit dem Bulldozer/Kran/whatever, in dem sie durch die halbe Stadt düsen und dabei selbige fast in Schutt und Asche legen in der ersten Hälfte des Films waren schon sehr ansehnlich. Ich stimme auch sonst zu, dass die Figuren eher schwach sind. Allerdings hatte ich von dem Film auch mal gar nichts erwartet, da ich wusste, dass er an Camerons Meisterwerk Terminator 2 bei weitem nicht ran kommen würden.

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  4. Ja, die Szene fand ich auch beeindruckend. Besonders wie aufwändig die Planung doch war. Großartige SFX/VFX-Arbeit! Bei der gestrigen Sichtung waren meine Erwartungen auch schon angepasst, beim ersten Mal jedoch hat die Enttäuschung wirklich schwer gewogen. Der vierte Teil („Terminator: Salvation“) scheint dagegen wieder einen Schritt in die richtige Richtung zu machen.

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  5. Terminator 3 ist eindeutig besser als sein Ruf. Er trifft genau die richtige Mischung zwischen augenzwinkernder Selbstironie und ernsthafter Story, und hat ein für einen Blockbuster sehr mutiges düsteres Ende, das mich damals zudem sehr überrascht hat. Es ist auch eben kein weiterer Aufguss von Teil 2, weil er die Kernaussage von Teil 2 komplett in eine andere Richtung dreht. Man darf gespannt sein, was der nächste Teil aus dieser Ausgangslage macht.

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  6. Das Ende ist tatsächlich gelungen und hat mich damals bei der Erstsichtung auch wirklich überrascht. Insgesamt hätte man jedoch mehr aus der Geschichte machen können. Da gibt es zu viele Ungereimtheiten. Schon allein der innere Konflikt des T-800 gegen Ende war höchstgradig lächerlich. Bestimmt gute Unterhaltung, aber eben auch nicht mehr. Auf den vierten Teil bin ich aber auch schon heiß!

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