USA 2008 – Tag 5: Williamsport, PA

Wie bereits angekündigt, sollte Tag 5 unserer Reise nicht ganz reibungslos verlaufen. Doch der Reihe nach: Grundätzlich waren all unsere Hotels vorgebucht, d.h. wir haben in unserer ersten Bleibe in New Jersey einen Packen Voucher in die Hand gedrückt bekommen, mit denen wir in die kommenden Hotels einchecken sollten. So zumindest der Plan. Etwas seltsam war schon einmal, dass kein Hotel mit den vorgebuchten übereingestimmt hat – aber alles kein Problem, denn wir sind ja flexibel!

Das neue Hotel für Tag 5 jedoch befand sich nicht einmal annähernd in der Region, wo wir ursprünglich unterkommen sollten – sondern über 100 Meilen weiter südlich. Ebenso erstaunlich war, dass uns die Wegbeschreibung der Reiseagentur weder in das ursprüngliche, noch in das neue Hotel geführt hätte – sondern in ein drittes. Folglich hatten wir drei Hotels zur Auswahl: Das erste hatten wir eigentlich vorgebucht, für das zweite hatten wir einen Voucher und für das dritte die Wegbeschreibung.

Da wir in Kanada nicht kostengünstig telefonieren konnten (so eine USA-SIM-Karte ist schon etwas feines), habe ich nach dem Wiedereintritt in die USA – nach erneutem Einreisestress – einfach einmal auf gut Glück bei Hotel Nummer drei angerufen, denn schließlich hatten wir für dieses zumindest einmal den nötigen Voucher. Eine Reservierung war auf unseren Namen natürlich nicht vorhanden. Nach langem hin und her Diskutieren und einem endlosen Durchforsten unserer Reiseunterlagen, zeichnete sich so langsam eine Lösung ab: Da der Voucher so gut wie Bargeld war – wie uns die nette Dame am Telefon mitteilte – haben wir eine spontane Reservierung aufgemacht und sind ins uns unbekannte Williamsport, PA aufgebrochen. Navi sei Dank sind wir irgendwann auch angekommen.

Die Fahrt war langwierig (ewig durch die Pampa und dutzende Baustellen) und das Hotel eine mittelschwere Enttäuschung. Aber man reist ja nicht um die halbe Welt, um im Hotel zu sitzen. Doch nach einer kurzen Erkundungstour mussten wir feststellen, dass es in Williamsport, PA nichts außer einem Gefängnis, einem Supermarkt, einem Pizza Hut und einem Kino gibt. Wir haben uns alles außer dem Gefängnis angesehen und sind somit in den vorzeitigen Genuss von Christopher Nolans „The Dark Knight“ gekommen. Immerhin.

Rückblickend habe ich den Tag mit seinen Wirrungen doch als recht unterhaltsam und vergnüglich in Erinnerung. Man muss eben nur das Beste aus den vorhandenen Möglichkeiten machen – und hey, wer kann schon sagen er war in Williamsport, PA?

10 Gedanken zu “USA 2008 – Tag 5: Williamsport, PA

  1. Naja, wenn man sich schon das Motto von Williamsport („Home of the Little League World Series“) anschaut, dann weiß man woher der Wind weht… =)

    Das mit den verschiedenen Hotels ist laut meines Wissens wohl gar nicht sooo ungewöhnlich. Hotels vergeben i.d.R. einen gewissen Zimmeranteil an sogenannte “ Receptives“, also in diesem Fall einer US-Firma, die zentral Hotelzimmerkontingente (und vieles mehr) für ausländische Reiseveranstalter anbietet, so dass nicht jedes Hotel mit jedem ausländischen Reiseveranstalter einen Vertrag machen muss. Und diese Zimmerkontingente können dann halt schon mal zwischen Buchung und Reise ausgeschöpft worden sein, so dass der Receptive dann einfach ein anderes Hotel derselben Kategorie nimmt. (Ich hoffe, das ist leichter verständlich als es gerade auf mich wirkt =))
    Wobei jetzt bspw. Williamsport irgendwie nicht den Eindruck auf mich macht, als wäre es so begehrt, dass die Hotels da reihenweise ausgebucht sind… =)

    Kann man vielleicht erfahren, über welchen Reiseveranstalter Ihr gebucht habt? Würde mich mal interessieren.

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  2. Ja, das man mal ein anderes Hotel bekommt ist ja auch kein Problem. Aber alle? Und dann sollten wir ja eigentlich kein Hottel in Williamsburg, sondern in Corning bekommen – und das ist nicht gerade der nächste Weg. Die fehlende Reservierung war dann auch noch so eine Sache. Ganz davon abgesehen, dass das Hotel garantiert nicht in der selben Klasse war, wie die restlichen – aber nun gut, ist ja alles gut gegangen…🙂

    Der Reiseveranstalter war Thomas Cook – es soll jetzt ja auch nicht zu negativ klingen, denn die restliche Reise war wirklich ein Traum. Doch bei so manchen Sachen war eben einfach der Wurm drin.

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  3. Pingback: USA 2008 - Tag 6: Gettysburg/Washington, D.C. « Tonight is gonna be a large one.

  4. So negativ hab ich das auch gar nicht aufgefasst. War, wie gesagt, reines Interesse. Habt ihr denn eine komplette Katalog-Rundreise mit Routenverlauf gebucht, oder „nur“ eine Flug/Hotel/Mietwagen-Kombination?

    Klar, dass wirklich jedes Hotel ein anderes war als vorher gebucht und darüber hinaus auch noch einmal in der vermutlich nicht selben Kategorie UND dann auch noch die Reservierung dafür fehlte, sollte definitiv nicht ganz normal sein. Muss ich wohl beim nächsten Mal mit der Produktmanagerin ein ernstes Wörtchen reden… =) (Letzte Woche hatte ich noch ein Meeting mit ihr, wenn ich das bloß schon gewusst hätte… ;))

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  5. Es war eine Katalog-Rundreise. Wir wollten bei unserem ersten Urlaub in der großen weiten Welt wirklich (ganz) auf Nummer sicher gehen…😉

    Bzgl. der Probleme haben wir bereits mit unserem Reisebüro Rücksprache gehalten und die meinen auch, dass es sehr ungewöhnlich ist mit dem Hotel in Williamsport. Thomas Cook wird nun informiert und damit ist die Sache für mich dann auch gegessen!

    Ohne dieses winzige Abenteuer hätte man ja nun auch gar nichts zu erzählen…🙂

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  6. Pingback: USA 2008 - Tag 12: New York City/Abreise « Tonight is gonna be a large one.

  7. Pingback: The Dark Knight (WS1) « Tonight is gonna be a large one.

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