Findet Nemo – OT: Finding Nemo (2003)

Auch wenn in meinem Regal bestimmt noch ein gutes Dutzend ungesehener DVDs steht, habe ich mich gestern Abend einmal wieder für Pixars „Findet Nemo“ entschieden – und es hat sich erneut voll und ganz gelohnt.

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Selbst in der inwzischen dritten oder vierten Sichtung des Films entdecke ich immer noch neue Details. Es ist einfach unglaublich, wie lebendig Pixar die Unterwasserwelt dargestellt hat. Ein Meer von Farben. Überall Bewegung. Licht und Schatten. Ein grandioses Erlebnis. Viele Gags laufen beinahe unbemerkt im Hintergrund ab und im Korallenriff weiß man anfangs gar nicht, wohin man nun schauen soll um nichts zu verpassen. Ein wahrer Augenschmaus.

Die Geschichte des Films ist relativ einfach. „Finding Nemo“ eben. Doch aufgrund der Fülle an Eindrücken und der wirklich urkomischen Charaktere, fällt dieser Aspekt nicht sonderlich negativ auf. Dadurch, dass die Geschichte zwei Handlungsstränge – Marlin und Dory sowie Nemo – besitzt, wird jegliche Langeweile vermieden. Beide Schauplätze ergänzen sich grandios und werten die Geschichte meiner Meinung nach deutlich auf.

Ich mag Buddy-Movies, ich mag Road-Movies und ich liebe Filme, die das Meer zum Thema haben. In „Findet Nemo“ werden diese Genres so kombiniert, wie man es noch nie gesehen hat. In erster Linie natürlich kindgerecht, doch mit unzähligen Witzen und Anspielungen angereichert, die mir ein Lächeln auf das Gesicht zaubern. Hinzu kommt eine herausragende Animation, die auf wirklich komischen Figuren basiert – dabei stelle ich es mir gar nicht so einfach vor, einem Fisch wirklichen Charakter zu geben. So ganz ohne Arme und Beine. Eine weitere Meisterleistung Pixars.

Für mich reiht sich „Findet Nemo“ nahtlos ins qualitativ hochwertige Portfolio der Animationsschmiede ein. Minimale Schwächen in der Geschichte werden mit fantastischen Einfällen und Charakteren ausgeglichen. Die grandiose Animation ist natürlich die Krönung. Genial: 10/10 Punkte.

10 Gedanken zu “Findet Nemo – OT: Finding Nemo (2003)

  1. Stimmt. Der Humor ist stärker vertreten – bzw. offensichtlicher – als z.B. bei „Ratatouille“. Auch bei der gestrigen Sichtung konnte ich wieder viel lachen und ich bin mir sicher, dass ich auch beim nächsten Mal wieder neue Details entdecke.

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  2. Ich bin ja nicht so ganz der Fan von Nemo. Mir fehlt so ein bißchen das Slapstickartige, das in anderne Pixarfilmen vielleicht etwas stärker vertreten ist (Ich bin ein einfaches Gemüt. Wenn jemand einen Harkenstiel ins Gesicht bekommt – find ich toll!). Ach, mir fällt ein, irgendwann fliegt so ein Vogel gegen eine Fensterscheibe, oder? OK, die Stelle gefällt mir😉

    Nemo ist für mich auch ein bißchen zu sehr auf „niedlich für Kinder“ getrimmt. Vielleicht hab ich aber auch bloß ein Problem, weil Viecher schon pelzig sein sollten, damit ich sie süß finde…

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  3. Ich finde gerade die Dinge positiv, die du ansprichst. Für gute Animatoren ist es relativ einfach, eine menschliche Figur komisch darzustellen – Slapstick eben. Das ganze bei gliederlosen Fischen zu schaffen, ist da schon eine Meisterleistung. Natürlich mussten hier andere Wege gegangen werden, aber diese waren meiner Meinung nach nicht weniger komisch.

    Das gleiche gilt für den Niedlichkeitsfaktor. Wenn ich da alleine an den glubschäugigen Fisch des einen Hais denke…😀

    Bei meinen Beobachtungen spielt natürlich meine Bewunderung für das Animationshandwerk (oder eher die Kunst) eine große Rolle.

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