11:14 – elevenfourteen (2003)

Nachdem ich „11:14 – elevenfourteen“ bereits beim Fantasyfilmest und der regulären Kinoauswertung verpasst hatte, war es höchste Zeit mir nach den sehr gemischten Kritiken selbst eine Meinung zu bilden. Meine ersten Gedanken nach der Sichtung waren: Kleiner Film, große Wirkung – zumindest im Verhältnis gesehen.

„11:14“ ist nicht wirklich neu oder innovativ. Verschachtelte Episodengeschichten gibt es inzwischen wie Sand am Meer und müssen schon etwas Besonderes bieten um wirklich überzeugen zu können. Was also zeichnet Greg Marcks Werk aus? Für mich eindeutig: Atmosphäre und gelungener schwarzer Humor, sowie famose und spielfreudige Darsteller. Zudem ist die Geschichte ausgewogen und relativ schlüssig. Obwohl hier alles auf die Zusammenhänge der einzelnen Episoden abziehlt, hatte ich nie das Gefühl die Geschichte sei nur Mittel zum Zweck. Selbst eine Identifikation mit den Charakteren ist bis zu einem gewissen Grad erstaunlich leicht gefallen, was bei deren kurzer Leinwandpräsenz wirklich nicht selbstverständlich ist.

1114.jpg

Inszenatorisch weiß der Film ebenso zu gefallen. Nette Kameraeinstellungen und schönes Licht erzeugen viel Atmosphäre. Auch Score und Soundtrack wissen den schwarzen Humor gut zu transportieren und passen stets ausgezeichnet zum gezeigten Inhalt.

Kritikpunkte: Die Figuren sind relativ klischeehaft und einfach gezeichnet, was dem Film allerdings auch zugute kommt, da bei der kurzen Laufzeit und der großen Anzahl an Charakteren sonst anderweitige Abstriche gemacht hätten werden müssen.

Insgesamt ist „11:14“ ein kleiner, feiner Film. Nicht grandios, aber sympathisch und ehrlich. Macht Spaß: 8/10 Punkte.

10 Gedanken zu “11:14 – elevenfourteen (2003)

  1. Kleiner, feiner Film trifft es wirklich ganz gut, kann ich nach der Sichtung nun sagen. Es stimmt schon, dass es unkonventionell erzählte Filme en masse gibt. Aber die hab ich immer noch lieber als einen allzu geradlinig und altmodisch erzählten Film. Ich stimme zu, dass die Figuren klischeehaft sind, aber auch ich finde, dass es dem Film dient. Es transportiert auch die Message besser, denke ich.

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