h1

Skate, Fatboy, Skate (008)

Juni 22, 2008

Zum Ausklang des Wochenendes haben wir uns einmal wieder auf die Rollen gewagt - und beinahe wäre es auch gut gegangen, doch kurz vor der Hälfte hat Frau bullion die Bekanntschaft mit einer Hecke gemacht.

Länge: 6,99
Laufzeit: 00:30:00
min/km: 4:17

Glücklicherweise laufen wir eine immer Acht, bei der Start und Ziel genau im Schnittpunkt liegen. Somit konnten wir die Runde elegant abkürzen und die Wunden zeitnah verpflegen. Außer einem Schreck in der Abendstunde und der Gewissheit, dass Knieschoner nicht die dümmste Idee sind, gibt es keine bleibenden Schäden - Hecke sei dank.

h1

Southland Tales

Juni 21, 2008

Nach den ersten drei Kapiteln in Form von “Southland Tales: The Prequel Saga”, habe ich mir heute Abend den Abschluss von Richard Kellys Sci-Fi-Musical-Comedy-Thriller in seiner filmischen Form angesehen: “Southland Tales” - der Fiebertraum eines politisch kritischen Popkulturjunkies.

Was für ein Film. Hat mich das Prequel bereits auf die letzten drei Kapitel der Saga vorbereitet, so war ich dennoch überwältigt von der audiovisuellen Kraft der Inszenierung. Die langen, mit wunderbarer Musik unterlegten Montagen erinnern an Kellys Überraschungshit “Donnie Darko” - Gänsehaut inklusive. In solch emotionalen Momenten - und ohne die Handlung hinterfragen zu müssen - überzeugt der Film auf ganzer Linie. Ganz groß.

Doch was ist mit der Geschichte? Ehrlich gesagt: Ich hatte sie mir komplizierter vorgestellt. Doch bin ich mir durchaus bewusst, dass ich diese Aussage mit Kenntnis des Prequels mache. Ohne die Vorgeschichte wäre ich wohl ziemlich aufgeschmissen gewesen. Besonders schön ist, dass auch viele Storylines des Comics nun mehr Sinn machen. Einzig das Ende hätte ich mir etwas dramatischer erwartet. Emotionaler. Mehr wie bei “Donnie Darko” - aber an diesen (auch thematisch verwandten Vorgänger) kommt “Southland Tales” ohnehin nicht ran.

Was gibt es zu kritisieren? So einiges. Kelly verliert sich häufig in seinem Wust an Charakteren. Vieles wird nur angeschnitten und wichtige Personen bekommen zu wenig Aufmerksamkeit. Einige Dialoge wirken platt - andere dagegen sind Zeilen für die Ewigkeit. Ebenso sitzen die meisten satirischen Spitzen - egal ob gegen ultrakonservative oder neoliberale Bewegungen - zielsicher und regen zum nachdenken an. Andere wirken zu aufgesetzt und vermengen sich mit Sci-Fi-Fantasy-Elementen zu undefinierbaren Aussagen. Am Drehbuch wäre wirklich noch Feinschliff nötig gewesen - aber dann wäre das bunte Sammelsurium an Ideen vielleicht etwas auf der Strecke geblieben.

Insgesamt gesehen ist “Southland Tales” ein wunderbarer Film, den man einfach wirken lassen muss - am besten mit Kenntnis der Vorgeschichte. Er ist kein neuer “Donnie Darko” und auch kein ernsthaftes Sci-Fi-Epos. Er ist einzigartig. Ein wilder, bunter Albtraum aus einer erschreckend nahen Parallelwelt: 8/10 Punkte.

h1

Southland Tales: The Prequel Saga (Richard Kelly)

Juni 20, 2008

Das war also Richard Kellys “Southland Tales: The Prequel Saga” - und eigentlich müsste ich die ca. 300 Seiten noch einmal lesen. Vielleicht würde ich dann mehr verstehen. Vielleicht geht es auch gar nicht um Verständnis. Vermutlich nicht. Das Comic-Prequel zum Kinofilm ”Southland Tales” strotzt nur so vor Ideen. Vor verrückten Ideen - und wenn ich verrückt schreibe, dann meine ich das auch so. Man wird beim Lesen förmlich von Kellys Ideenreichtum überrollt. Unglaublich.

Wenn ich davon ausgehe, dass ich auch nur die Hälfte des Inhalts richtig interpretiert habe - dann ist das ein guter Schnitt. Wenn ich mir dann vorstelle, dass diese Informationen für den Film auch nur ansatzweise wichtig sind, dann kann ich verstehen, warum der Film in Cannes beim Publikum durchgefallen ist. Auf Basis meiner bisherigen Kenntnisse kann ich sagen, dass “Donnie Darko” im Vergleich zu “Southland Tales” wie simples Popcornkino erscheint. Ein endgültiges Urteil kann und will ich mir allerdings erst nach Sichtung des Films erlauben.

Worum geht es also? Einen Filmstar mit Gedächtnisverlust. Eine telepathisch begabte Pornoqueen. Eine mysteriöse Energiequelle mit der wohlklingenden Bezeichnung Fluid Karma. Den verrückten Baron Von Westphalen. Einen furzenden Messias. Ein mysteriöses Drehbuch namens “The Power”. Die Serpentine Dream Theory. Achja, und den Weltuntergang nicht zu vergessen.

Für jeden, der sich mit Richard Kellys jüngstem Werk beschäftigt, ist “Southland Tales: The Prequel Saga” Pflichtlektüre. Für alle anderen macht das abgedrehte Comic wohl nicht viel Sinn. Eines ist sicher: Es ist verdammt unterhaltsam und kratzt ein paar interessante Themen an. Im Zusammenspiel mit “Southland Tales” kann daraus eine wirklich große Saga werden: 8/10 Punkte.

h1

Run, Fatboy, Run (020)

Juni 19, 2008

Trotz bewussten langsam Laufens habe ich wieder einmal meine Standardzeit für die Strecke benötigt. Damit bin ich an demselben Punkt angekommen, wie zu Beginn des Monats auf der kürzeren Strecke - Zeit für einen Streckenwechsel?

Länge: 5,34
Laufzeit: 00:36:00
kCal: 512
min/km: 6:45

Vielleicht sollte ich mich auch erst einmal nach einer sinnvollen Befestigung für meinen MP3-Player umschauen, denn ich bin die halbe Laufzeit damit beschäftigt die Aufhängung um meinen Hals zu entdröseln.

h1

Run, Fatboy, Run (019)

Juni 17, 2008

Trotz grausigen Wetterverhältnissen - leichter Nieselregen, 16 °C - und so gar keiner Lust, habe ich mich dennoch durchgerungen zu Laufen. Anfangs ging es recht schleppend, der Mittelteil erstaunlich gut und kurz vor Ende kam dann der Einbruch. Die letzten paar hundert Meter war ich allerdings noch so fit wie selten.

Länge: 5,34
Laufzeit: 00:36:00
kCal: 512
min/km: 6:45

Insgesamt bin ich eine ganz brauchbare Zeit gelaufen. Das nächste Mal dennoch bitte wieder ohne Schlamm und Modder auf der Strecke.

h1

Das Magische Messer (Philip Pullman)

Juni 15, 2008

Knapp ein Monat ist vergangen, als ich mit Lyra Listenreich in eine neue Welt übergewechselt bin. In Philip Pullmans “Das magische Messer” befinde ich mich nun in dieser neuen Welt. Anfangs jedoch nicht an Lyras Seite. Man macht sich zu Beginn mit Will - einem Jungen aus wieder einer anderen Welt - auf die Suche nach einem Versteckt. Dort trifft Will auf Lyra und die Geschichte bekommt eine vollkommen neue Dimension.

Nach “Der Goldene Kompass” war ich zunächst verwundert, wie anders der zweite Teil der “His Dark Materials”-Trilogie doch wirkt. Eine neue Hauptfigur, neue Welten, neue Charaktere, neue Regeln. Ein komplett neues Ausmaß an Möglichkeiten. Auch die Sprache hat sich geändert: Herrschten in der Beschreibung von Lyras Welt eher karge und kalte Beschreibungen hervor, so blüht die Sprache in Cittàgazze regelrecht auf. Doch man darf sich davon nicht täuschen lassen. Die Geschichte wird düsterer und epischer. Es sind Tote zu beklagen, Blut fließt und es steht ein Kampf bevor. Ein Kampf gegen die höchste Autorität. Gegen Gott.

“Das Magische Messer” bringt die ohnehin schon grandiose Geschichte aus “Der Goldene Kompass” auf einen ganz neuen Level. Ich hatte so viel Spaß beim Lesen, wie schon lange nicht mehr und kann den finalen Teil “Das Bernstein-Teleskop” kaum mehr abwarten. Ein in jeder Hinsicht fantastisches Buch: 10/10 Punkte.

h1

The Reaping

Juni 15, 2008

Gestern Abend haben wir mit Stephen Hopkins “The Reaping” den neuen 40 Zoll LCD-TV meiner Schwester eingeweiht. So grandios die Sichtung in Bezug auf Bildqualität und -größe war, so enttäuschend war letztendlich leider der Film. Vielleicht war ich aber aufgrund der Technik aber auch zu sehr abgelenkt.

Der Film hält eine nette Exposition bereit, in der wir die Hauptfiguren in ihrem beruflichen Umfeld kennen lernen. Der nun folgende Spannungsaufbau weiß auch zu überzeugen und das Setting sowie die Darstellung der Plagen ist wirklich gelungen. Leider wird schon relativ früh begonnen, mit effektreichen Flashbacks mehr aus der Geschichte zu zaubern, als eigentlich dahinter steckt. Im letzten Drittel entwickelt sich der Film dann leider immer mehr zur reinen Effektorgie, bei der Atmosphäre, Handlung und Figuren beinahe vollständig auf der Strecke bleiben.

Unter dem Strich bietet “The Reaping” nette Unterhaltung, mit teils brauchbarer Atmosphäre und einem forcierten, aber unterhaltsamen Twist am Ende des Films. Leider verkommen die vorhergehenden zwanzig Minuten zum faulen Budenzauber, dem es in allen Belangen an Qualität mangelt. Es bleibt ein absolut durchschnittlicher Okkult-Thriller mit netter Hilary Swank und brauchbarer Grundidee: 5/10 Punkte.

h1

Twin Peaks - Season 1 & 2

Juni 14, 2008

Wieder einmal habe ich eine großartige Serie abgeschlossen. Eine Serie, welche die TV-Welt geprägt haben dürfte, wie kaum eine zweite. Eine Serie, die sich oft eher unter Kunst, als unter Unterhaltung einordnen lässt. Eine Serie von Kinomagier David Lynch: “Twin Peaks - Season 1 & 2″ - seine bislang einzige.

Seit ich den Pilotfilm sah, ist beinahe ein halbes Jahr ins Land gezogen. Eine ungewöhnlich lange Zeit für gerade einmal 30 Episoden. Doch “Twin Peaks” ist keine normale TV-Serie. ”Twin Peaks” ist anders. Teils unbequem, oft surreal, manchmal sogar langweilig. Doch eines ist “Twin Peaks” nie: gewöhnlich. David Lynch und Mark Frost haben ein Universum geschaffen, das immer etwas neben der Spur scheint. Leicht verschoben. Beinahe eine Parallelwelt. Das Setting - die Wälder der nordwestlichen USA - tragen enorm zu der unheilvollen Atmosphäre bei.

Es ist wirklich schwer die Serie zu beschreiben. Man muss sie mit eigenen Augen sehen - und vermutlich sieht auch jeder Zuschauer etwas anderes in ihr. Grundsätzlich geht es um einen Mordfall, der die kleine Stadt Twin Peaks in Aufruhr versetzt. Special Agent Dale Cooper (Kyle MacLachlan) wird deshalb zur Lösung des Falls nach Twin Peaks geschickt. Mit ihm lernt man die verschrobenen Einwohner und Geheimnisse der ungewöhnlichen Kleinstadt kennen. Lynch und Frost hatten den Mord an Laura Palmer als MacGuffin konzipiert, d.h. er sollte das Mysterium in “Twin Peaks” bleiben, welches nie aufgeklärt wird. Das Studio jedoch wollte einen Mörder präsentiert bekommen - und so kam es dann auch, weshalb die zweite Staffel zu Beginn etwas ziellos wirkt.

Für mich funktioniert “Twin Peaks” am besten, wenn die Handlung vorangetrieben wird. Oft kommt es hier zu ungewöhnlichen Einfällen des Autorenteams, welche sich über mehrere Episoden verdichten, nur um am Ende ganz anders aufgelöst zu werden, als man es als Zuschauer vermuten würde. Besonders das Finale der Serie setzt hier - was Surrealismus in TV-Serien angeht - völlig neue Maßstäbe. Grandios und sowohl stilistisch als auch inhaltlich ein Schlag in die Magengrube des Zuschauers.

In “Twin Peaks” wird jedoch nicht nur eine Geschichte erzählt - oft wird diese sogar von diversen Nebenhandlungen in den Hintergrund gedrängt. Dann überwiegen skurrile Einzelszenen, welche einer  absurden Komödie entsprungen scheinen. Oft wirkt die Serie auch wie eine überhöhte Seifenoper - ein Stilelement, welches von Lynch und Frost bewusst eingesetzt wurde. Hier zeigt sich für mich auch die einzige Schwäche der Serie: die Selbstverliebtheit der Autoren. So werden einige satirisch angelegte Handlungsstränge über die Maßen strapaziert, so dass die Seifenoper tatsächlich Einzug in die Serie hält (die Geschichte um Josie, der Bürgerkriegswahn von Benjamin Horne etc.) - in solchen Szenen ist die Serie oft nur noch anstrengend und man würde sich einen stärkeren Fokus auf die Haupthandlung wünschen.

Erstaunt hat mich auch, wie nahe Horror und Humor in “Twin Peaks” zusammenliegen. Manche Szenen sind wirklich beängstigend und erwecken durch die grandiose Inszenierung blanken Terror. Lynch hat seine Mittel hier sehr effizient eingesetzt. Im nächsten Moment schwenkt die Serie dann wieder in absurden Humor um. Diese Gradwanderung wird durch den fantastischen Score von Angelo Badalamenti perfekt unterstützt, welcher mir auf Dauer allerdings etwas eintönig erschien. Vielleicht ein Stilmittel? In kleinen Dosen auf jeden Fall wunderschön anzuhören.

Neben der grandiosen Inszenierung und der ungewöhnlichen Handlung, überraschen vor allem die unzähligen Schauspieler, die man inzwischen aus diversen Film- und TV-Produktionen kennt: Kyle MacLachlan (”Blue Velvet”, “Dune”) ist die perfekte Besetzung für den ungewöhnlichen FBI-Agenten. Lara Flynn Boyle (”Men in Black II”), Mädchen Amick (“Joey”), Sherylin Fenn (“Gilmore Girls”) und Heather Graham (”Boogie Nights”, “Scrubs”) bilden die Garde der jugendlichen Hauptdarstellerinnen. Grace Zabriskie (“Seinfeld”, “The King of Queens”) und Ray Wise (“Dead End”) überzeugen als Eltern des Mordopfers Laura Palmer. Des Weiteren gibt es noch Billy Zane (”Titanic”) und David Duchovny (“Californication”) zu sehen. Besonders hervorzuheben ist zudem Michael J. Anderson als The Man from Another Place, der einige Jahre später die Hauptrolle in einer ähnlich surrealen Serie übernehmen durfte: Samson in “Carnivàle”.

Für mich geht mit “Twin Peaks” ein großartiges Erlebnis zu Ende, welches sich wirklich nur schwer in Worte fassen lässt. David Lynchs Ausflug in die TV-Welt ist nicht immer leicht zu konsumieren, doch wenn man sich darauf einlässt wird man mit grandiosen Bildern und einer tollen Geschichte belohnt. Da einige Handlungsstränge jedoch sehr an meinen Nerven gezehrt haben, vergebe ich insgesamt 9/10 Punkte und freue mich nun schon auf die Sichtung des Kinoprequels “Twin Peaks: Fire Walk With Me”.

h1

Run, Fatboy, Run (018)

Juni 14, 2008

Trotz der - für meine Verhältnisse - recht frühen Stunde, war ich heute erstaunlich schnell. Zwar habe ich keine neue Bestzeit aufgestellt, aber wenigstens die alte erreicht. Das hätte ich beim Start nicht gedacht.

Länge: 5,34
Laufzeit: 00:36:00
kCal: 512
min/km: 6:45

Anfangs wäre ich aufgrund harscher Temperaturen beinahe erfroren, gegen Ende dank starker Sonneneinstrahlung beinahe geschmolzen - das sind Trainingsbedingungen hier in Bayern, da muss man nicht nach Mallorca… hey, mein erster Kommentar zur EM! ;)

h1

Wo die Liebe hinfällt… OT: Rumor Has It…

Juni 13, 2008

Ab und zu muss es auch ein Liebesfilm sein. Romantic Comedy nennt sich das dann. Leider sind die meisten Filme dieses Genres dann nicht halb so lustig, wie man es bei der Bezeichnung Comedy erwarten würde. Auch Rob Reiners “Wo die Liebe hinfällt…” reiht sich leider nahtlos in die Riege dieser oft ganz netten, aber meist doch belanglosen Werke ein.

Um es kurz zu machen: Man bekommt genau das, was man erwartet. Eine nette Geschichte, Herzschmerz, ein paar Lacher und brauchbare Darsteller, die jedoch nur einen Bruchteil ihres Talents zeigen dürfen. In diesem speziellen Fall wissen besonders Shirley MacLaine und Kevin Costner zu überzeugen. Jennifer Aniston ist von mir als alten “Friends”-Fan auch immer gerne gesehen, wenngleich diese Rolle wohl jede RomCom taugliche Darstellerin hätte spielen können. Soweit, so durchschnittlich.

Der besondere Kick an “Rumor Has It…” ist die Prämisse: Der Film erzählt die wahre Geschichte des Klassikers “Die Reifeprüfung” - das ist doch einmal eine nette Idee für solch ein ausgelutschtes Genre! Die Anspielungen sitzen und - ich erwähne sie gerne noch einmal - Shirley MacLaine und Kevin Costner wissen als echte Mrs. Robinson sowie Benjamin Braddock zu überzeugen.

Rob Reiners Film ist neben der Grundidee leider alles andere als originell. Zwar für knapp 90 Minuten durchaus unterhaltsam, aber in ebenso kurzer Zeit wieder vergessen. Absolute Durchschnittsware: 5/10 Punkte.