Archiv für die Kategorie ‘02 Serien’

h1

The Sopranos – Season 2

November 22, 2009

Nun ist bereits das zweite Jahr mit Tony und seinen beiden Familien vorüber. David Chases „The Sopranos – Season 2″ schließt nahtlos an die erste Staffel an und konnte mich erneut voll und ganz überzeugen. Die knappe Zahl von 13 Episoden hat man aber auch immer verdammt schnell verschlungen.

Die Handlung setzt genau dort ein, wo man Familie Soprano im vorangegangenen Jahr verlassen hat. Tony hält nun das Zepter in der Hand und leidet – wie so viele Führungskräfte – unter enormem Erfolgsdruck. Aufgrund seiner ungewöhnlichen Branche kommt es schnell zu Eskalationen, welche sich nahezu ausnahmslos auch stets auf seine andere Familie auswirken. Das Drama wächst.

Der rote Faden, der sich durch diese Staffel zieht ist erneut ein Vertrauensbruch, welcher dieses Mal jedoch von einem Mitglied von Tonys Zweitfamilie ausgeht. Dennoch wiegt er nicht leichter. Im Gegenteil. Beide Familien kann man auch nur schwer trennen und darin liegt auch die Faszination dieser Serie. Pussys innere Zerrissenheit und Tonys Ohnmacht aufgrund des Verrats sind wirklich ganz großes Kino.

Das Wunderbare an dieser Serie ist wahrlich, dass es absolut keine Schwarzweißzeichnung gibt. Jeder einzelne Charakter bewegt sich in einer Grauzone. Mal liebender Vater, mal eiskalter Killer. Dann wieder irgendwo dazwischen. Getragen werden diese feine Abstufungen vom nuancenreichen Spiel der famosen Darsteller. Allen voran natürlich James Gandolfini als Tony Soprano. Herausragend!

Qualitativ steht diese zweite Staffel der ersten in nichts nach. Die Serie hat eher noch an Form gewonnen. Ich freue mich nun bereits auf die kommenden vier Staffeln, welches noch Großes erhoffen lassen. Ein Angebot, das man wahrlich nicht ablehnen sollte: 9/10 Punkte.

h1

The Sopranos – Season 1

November 7, 2009

Erneut habe ich mich einem Seriengroßprojekt gewidmet. David Chases Mafiasaga „The Sopranos – Season 1″ wird allgemeinhin als Meilenstein der Fernsehgeschichte betrachtet. Als die Serie, welche das moderne TV-Drama revolutionierte. Doch kann sie auch heute noch ihrem Ruf gerecht werden?

sopranos_s1_3

Ich muss zugeben, dass ich anfangs große Schwierigkeiten hatte mich mit der Serie anzufreunden. Während der ersten zwei bis drei Episoden war ich sogar noch unschlüssig, ob ich das Durchhaltevermögen für die komplette Serie besitzen würde. Nachdem mir mein letzter Serienmarathon mit „The West Wing“ wohl das beste TV-Erlebnis bescherte, das man sich nur vorstellen kann, hätte es aber wohl jeder Nachfolger schwer gehabt. Nach idealistischen Geschichten aus dem Weißen Haus, gibt es nun zynischen Mafiahumor. Daran muss man sich auch als versierter Zuschauer erst einmal gewöhnen.

Hat man sich aber erst einmal in diese Welt eingefunden, ist es eine wahre Freude Tony Soprano bei seinem tagtäglichen Spießrutenlauf zwischen Geschäftswelt und Familienleben zuzusehen. Neben aller Brutalität und mafiatypischem Machogehabe, bleiben Humor und Herz jedoch nicht auf der Strecke. So muss man sich irgendwann doch damit abfinden, dass man die Charaktere tatsächlich sympathisch findet. Freunden des Mafiagenres dürfte dies leichter fallen, werden u.a. doch Filmklassiker, wie „GoodFellas“, „The Godfather“ oder „Casino“ zitiert. Wahrlich eine Freude!

Die Serie ist sehr ruhig und dialoglastig inszeniert. Ein Charakterdrama, wie es im Buche steht. Die eher seltenen Actionszenen wirken dadurch nur umso heftiger. Hier wird auch nichts beschönigt und die Kamera hält gerne einmal drauf, wo bei anderen Serien abgeblendet wird. Eben eine HBO-Serie, welche jedoch Sex und Gewalt nicht zum Selbstzweck verkommen lässt, wie man dies bei anderen Kabelshows heute durchaus beobachten kann.

Nach kleineren Startschwierigkeiten hatte ich mich doch erstaunlich schnell in Tonys New Jersey eingelebt. Nun bin ich schon richtig heiß auf die kommenden Staffeln. Eine hochwertige Serie, die hält was sie verspricht. Ein Angebot, das man wirklich nicht ablehnen kann: 9/10 Punkte.

h1

Battlestar Galactica: The Plan

November 5, 2009

Mit dem nachgeschobenen TV-Film „Battlestar Galactica: The Plan“ geht nun endgültig ein Serienkapitel zu Ende, welches für mich bereits vor über drei Jahren begonnen hatte. Ob dieser letzte Besuch auf der Galactica nun ein würdiger Abschluss war?

bsg_the_plan

Nach dem grandiosen Serienfinale waren die Erwartungen entsprechend hoch. In „Battlestar Galactica: The Plan“ sollte man schließlich die gesamte Geschichte noch einmal aus Sicht der Zylonen präsentiert bekommen. Die Handlung auf den Kopf stellende Wendungen inklusive. Da hätte man wahrlich so einiges aus dem intergalaktischen Hut zaubern können. Letztendlich bietet diese knapp zweistündige Episode jedoch nur eine etwas bessere Nacherzählung der bereits bekannten Geschichte.

Die Sicht der Zylonen beschränkt sich auf nicht wirklich überraschende Maßnahmen durch das selbsternannte Zylonen-Mastermind Cavill. Es werden bekannte Charaktere beeinflusst und teilweise ist es tatsächlich schön die Hintergründe so mancher Entscheidung zu sehen. Leider jedoch ist für mich die Sichtung der Serie schon wieder viel zu lange her, als dass mir die kleinsten Zusammenhänge noch im Kopf wären und ohne diese wirkt die Handlung dieses TV-Films oft viel zu gestückelt und konstruiert.

Ob man nun von einer Enttäuschung reden mag, hängt sicherlich von den persönlichen Erwartungen ab. Ich selbst fand es schön noch einmal auf die meisten Charakteren zu treffen, doch hätte ich mir von der Geschichte deutlich mehr erwartet. Somit bleibt am Ende ein etwas schaler Nachgeschmack, den die Serie in ihrer Gesamtheit so nicht verdient hat: 6/10 Punkte.

h1

Defying Gravity – Season 1

Oktober 27, 2009

Jede TV-Season starten unzählige neue Serien. Um manche entsteht im Vorfeld ein regelrechter Hype, andere werden dagegen überhaupt nicht beachtet. „Defying Gravity – Season 1″ zählt – mit einer Ausnahme – auch zu den eher wenig beachteten Serien. Zu unrecht, wie ich finde.

defying_gravity

Für „Defying Gravity“ wurde der Begriff Space Opera wohl erfunden. Hier geht es meist wirklich mehr um zwischenmenschliche Konflikte, als um herausfordernde Raumfahrtprobleme. Dabei ist die gesamte Prämisse der Serie eher realistisch gehalten. Eine Mission durch unser Sonnensystem. Wissenschaftliche Experimente, steter Kontakt zur Bodenstation und an „Lost“ erinnernde Rückblenden in die Ausbildungszeit unserer Astronauten. So weit, so unspektakulär.

Die besondere Würze bekommt die Serie dann durch eingestreute Mysteryelemente, die sich jedoch nie so stark in den Vordergrund drängen, wie beim formalen Vorbild. Mystery light sozusagen. Aber das macht auch nichts, sind diese Elemente doch eher als Auslöser für einen Sprung in der Persönlichkeitsentwicklung der Charaktere zu sehen. Wenn man „Defying Gravity“ nun als charakterbasiertes Drama mit leichtem Mysteryeinschlag und tollem Setting sieht, dann kann man viel Spaß damit haben.

Auch wenn eine Verlängerung wohl unwahrscheinlich ist, so bin ich doch froh die Crew der Antares auf ihrer Reise begleitet zu haben. Es gibt sowieso viel zu wenige hochwertige Space Operas da draußen – und nein, mit „Star Trek“ bin ich nie so richtig warm geworden. Für Drama- und Sci-Fi-Freunde gleichermaßen geeignet: 7/10 Punkte.

h1

The West Wing – Season 7

Oktober 27, 2009

Es ist nie einfach, wenn eine liebgewonnene Serie zu Ende geht. So schwer, wie bei „The West Wing – Season 7″ ist mir der Abschied jedoch noch nie gefallen. Ebenso schwer ist es nun in Worte zu fassen, wie sehr ich diese Serie während des letzten halben Jahres zu schätzen gelernt habe. Ich möchte es dennoch versuchen.

west_wing_s7

Um nicht zu viel zu verraten, möchte ich nicht zu tief in die Handlung der siebten Staffel einsteigen. Ich kann jedoch guten Gewissens behaupten, dass der geneigte Zuschauer hier wahrlich ein Highlight präsentiert bekommt, welches sich hinter den grandiosen ersten drei Jahren nicht zu verstecken braucht. Dennoch wird die Handlung der sechsten Staffel nahtlos aufgegriffen und fortgeführt, es werden keine feigen Kompromisse eingegangen und man bekommt als Zuschauer somit ein rundumerneuertes und dennoch erstaunlich vertraut wirkendes „The West Wing“ zu sehen.

Im Gegensatz zum vorangehenden Jahr hatte ich als Zuschauer – auch wenn sich die Handlung hauptsächlich auf die zwei Präsidentschaftskampagnen konzentriert – nie das Gefühl das Weiße Haus rund um Präsident Bartlet würde vernachlässigt werden. Besonders im letzten Drittel jagt wirklich ein emotionaler Höhepunkte den nächsten. Selten habe ich bei einer TV-Serie so mitgefiebert, mitgelacht und mitgelitten. Grandios. Anders kann ich es nicht ausdrücken.

Schleppen sich andere Serien Jahr um Jahr ohne auch nur die geringste Entwicklung weiter, so hat sich „The West Wing“ doch tatsächlich neu erfunden. Am Ende ihres siebten Jahres kann das Politdrama somit auf einem Hoch enden, was wahrlich nicht vielen Produktionen vergönnt ist.

Wenn ich rückblickend noch einmal alle Staffeln betrachte und versuche ein Ranking aufzustellen, dann fällt dies wahrlich schwer. Wie soll man auch fünf nahezu perfekte Staffeln in eine Reihenfolge bringen? Ich habe es dennoch versucht, wenngleich der qualitative Unterschied innerhalb der ersten fünf Plätze wirklich nur marginal ist:

1. „The West Wing – Season 2″
2. „The West Wing – Season 3″
3. „The West Wing – Season 1″
4. „The West Wing – Season 7″
5. „The West Wing – Season 4″
6. „The West Wing – Season 6″
7. „The West Wing – Season 5″

Mit dem Ende des siebten Jahres von „The West Wing“ geht nun – und das kann ich mit Fug und Recht behaubten – das beste Erlebnis meiner bisherigen Serienlaufbahn zu Ende. Ich werde die Serie vermissen, wie keine zweite. Serienkino in Perfektion, welches wirklich seinesgleichen sucht. Die perfekte Unterhaltung: 10/10 Punkte.

Anmerkung: Wer nun – wie ich vor gut sechs Monaten – auch die besten ca. 55 EUR seines Serienlebens anlegen möchte, dem kann ich nur sagen: Zuschlagen! Es wird sich in Stunden hochwertigster Unterhaltung auszahlen.

h1

Two and a Half Men – Season 1

Oktober 18, 2009

Die Sitcom „Two and a Half Men – Season 1″ war lange von meinem Serienradar verschwunden. Dank günstigem Kaufpreis habe ich nun jedoch noch einmal einen Blick riskiert und bin somit in den Genuss der – wer hätte es gedacht? – bedeutend besseren englischen Sprachfassung gekommen.

twoandahalfmen

Die Prämisse der Serie einfach zu nennen, wäre die Untertreibung des Jahrhunderts. Vielleicht liegt aber gerade darin auch ihr Charme. „Two and a Half Men“ ist eben eine einfache Serie. Eine klassische Sitcom, welche vor allem durch ihre herzliche Schlüpfrigkeit überzeugt. Entspannter Wortwitz, etwas Slapstick und sympathische Darsteller. Noch nichts ganz Großes, aber äußerst unterhaltsam anzusehen.

Chuck Lorres erster großer Wurf vor „The Big Bang Theory“ gefällt mir in diesem aktuellen Durchgang wirklich ausgesprochen gut, was vor allem Charlie Sheen, Jon Cryer und Angus T. Jones zu verdanken ist. Originalton bei Serien ist einfach unbezahlbar.

Trotz aller Unterhaltsamkeit fand ich jedoch, dass die Serie zu sehr auf der Stelle tritt. Hier gibt es wahrlich noch Entwicklungspotential und wenn man sieht wie gut die Show läuft, wurde dieses anscheinend auch genutzt. Nun bin ich gespannt auf die mir noch unbekannten Folgestaffeln. Der Einstand war auf jeden Fall sehr gelungen: 8/10 Punkte.

h1

The West Wing – Season 6

Oktober 9, 2009

Zeiten des Umbruchs. Auch in den fiktiven USA. In „The West Wing – Season 6″ stehen alle Zeichen auf Veränderung. Mal schleichend, mal plötzlich. Ob das gut ist, bei einer nahezu perfekten Serie? Glücklicherweise lautet die Antwort hier uneingeschränkt: Ja!

westwing_6_4

Gab es in der vorangegangenen Staffel beinahe schon zuviel Stagnation, brechen nun bereits in den ersten Episoden grundlegende Veränderungen über das Weiße Haus und die Zuschauer herein. Wenn ich den Wechsel des Chief of Staff auch etwas abrupt fand, so hat mich das Schicksal von Leo McGarry doch mitgenommen. Besonders wenn man die Umstände von John Spencers Tod bedenkt. Die Leichtigkeit der ersten Staffeln war teils überhaupt nicht mehr zu spüren.

Die Konzentration der Handlung auf den Wahlkampf des kommenden Präsidenten fand ich einen geschickten Schachzug. Hier hat man einen relativ unbeschwerten Gegenpol zu den immer düsterer werdenden Handlungssträngen rund um Präsident Barlets Krankheit und das bevorstehende Ende seiner Regierungszeit geschaffen. Durch diese Erweiterung der Haupthandlung, erlebt man auch als langjähriger Zuschauer die Serie noch einmal komplett neu. Wirklich wunderbar!

Wenn ich Kritikpunkte finden müsste, dann eventuell die nur zaghaften Berührungspunkte beider Erzählstränge oder der – im Vergleich zu den ersten Staffeln – mangelnde Idealismus. Die Änderungen sind auch sehr gewöhnungsbedürftig, doch eben auch nötig um die Serie wieder nach vorne zu bringen. Insgesamt also wieder eine leichte Steigerung zur vorangehenden Staffel.

Für alle Freunde von „The West Wing“ ist auch das sechste Jahr erlesenstes Serienkino. Dramatischer und unbequemer als zuvor, doch vielleicht gerade deswegen so gelungen. Welche andere Serie traut sich schon in ihrer sechsten Staffel von den gewohnten Pfaden abzuweichen? 9/10 Punkte. Nun geht es leider unweigerlich auf das Ende zu…

h1

Warehouse 13 – Season 1

Oktober 2, 2009

Ein recht aktueller Neuzugang unter den von mir gesehenen Serien ist „Warehouse 13 – Season 1″ aus dem Hause SyFy. Mein Interesse an der Show liegt wohl vor allem in der Verwandheit zur ebenfalls von SyFy produzierten Serie „Eureka“ begründet. Doch ob das 13. Warenhaus da mithalten kann?

warehouse13

Jein. Wie „Eureka“ bietet auch „Warehouse 13″ eine gelungene Mischung aus Humor, Mystery und Technik. In Sachen Atmosphäre ähneln sich die Serien enorm, jedoch hinkt der aktuelle Neuzugang seinem Bruder im Geiste stets etwas hinterher. Die außergwöhnlichen Artefakte reichen meiner Meinung nach oft nicht aus, um das Interesse über 40 Minuten aufrecht zu erhalten. Zudem ist das Warehouse selbst zwar eine toller Handlungsort, jedoch habe ich stets das Gefühl, dass man nicht alle Chancen nutzen würde.

Die Wahl der Schauspieler ist SyFy einmal wieder ausgesprochen gut gelungen. Eddie McClintock, der Agent Pete Lattimer spielt, mochte ich bereits in der zweiten Staffel von „Bones“ und Joanne Kelly bildet als Myka Bering ein wunderbarer Gegenpol. Mulder und Scully lassen Grüßen. Mit Saul Rubinek als Artie Nielsen wird dem Trio zudem eine schrullige Vaterfigur zur Seite gestellt.

Die einzelnen Geschichten um die mysteriösen Artefakte sind mal mehr, mal weniger unterhaltsam. Der ab und zu auftauchende episodenübergreifende Handlungsstrang schien mir etwas forciert und auch erst gegen Ende ausreichend spannend. Dort wurden dann auch wortwörtlich einige Brücken abgebrochen, was ich so nicht erwartet hätte.

Die neue SyFy-Show „Warehouse 13″ ist somit nett anzusehen und kommt ohne sonderlich viel Tiefgang aus, bietet aber dennoch stets gute Unterhaltung. Ob das jedoch ausreicht, damit ich auch nächstes Jahr wieder einschalte? Man wird sehen. Nett mit einigem Potential: 6/10 Punkte.

h1

Eureka – Season 3

September 24, 2009

Schon seltsam, wie sich manche Serien in der Wahrnehmung verändern. Anfangs war die Show nur ein unterhaltsamer Lückenfüller, doch inzwischen ist „Eureka – Season 3″ zu einer festen Nummer in meiner wöchentlichen Serienplanung geworden.

eureka_s3

Aufgrund der doch sehr zerstückelten Ausstrahlung der aktuellen Staffel fällt es schwer einen Bezug zur Rahmenhandlung zu finden. Doch das stört bei „Eureka“ nicht allzu sehr, denn die Einzelepisoden sind hier sowieso am stärksten. Kleine bis große Konflikte, sympathische Bösewichte und mysteriöse Unfälle. Es ist wirklich immer wieder eine Freude Sheriff Carter bei seinen Ermittlungen zuzusehen.

An der Qualität hat sich zur vorhergehenden Staffel objektiv gesehen nichts geändert, dennoch habe ich noch lieber eingeschaltet. Die verrückte Kleinstadt samt ihrer Einwohner wächst einem einfach ans Herz. Man ist sofort zu Hause und weiß, dass alles doch wieder irgendwie gut ausgehen wird. Harmlose Feierabendunterhaltung mit dem gewissen Etwas.

„Eureka“ ist die Stadt in der Nerdträume wahr werden. Zumindest ab und zu. Zwar nichts für die Ewigkeit, doch in gewissen Abständen die perfekte Unterhaltung. Ich werde auch in der kommenden Season garantiert wieder einschalten: 7/10 Punkte.

h1

True Blood – Season 2

September 18, 2009

Zurück in Bon Temps. Zurück bei Vampir, Werwolf und Co. Mit Alan Balls „True Blood – Season 2″ gab es endlich einmal wieder etwas Übernatürlichkeit auf dem heimischen Bildschirm. Eine mehr als willkommene Abwechslung.

trueblood_1

Fand ich die erste Staffel noch erfrischend anders, hatte die zweite nur wenig Neues zu bieten. Sex, Gewalt und seltsamer Humor sind immer noch bestimmend. Meist funktioniert diese Mischung auch tadellos. Die ersten zwei Drittel meines diesjährigen Aufenthalts in den blutgetränkten Südstaaten haben mir demnach fast noch besser gefallen, als der letztjährige Besuch in dieser verqueren Welt.

Besonders stark fand ich den langsamen Aufbau bis zur Zerschlagung der Sekte. Auf Sookies Seite wunderbar mysteriös und spannend, auf Jasons dagegen umwerfend komisch. Das tiefere Eintauchen in die Welt der Vampire hat mir dabei besonders gut gefallen. Die Konstellation Bill/Sookie/Eric lässt zudem auf spannende Entwicklungen hoffen. Bis zum Ende dieses Handlungsstrangs bot die Serie wirklich erstklassige Unterhaltung.

In den letzten Episoden bis zum Finale schwächelte die Geschichte dagegen etwas. Die Szenen um Maryann waren zu redundant und ausschweifend. Die Handlung ist auf der Stelle getreten und die Auflösung ist in meinen Augen etwas verpufft. Wirklich schade. Daraus hätte man mehr machen müssen.

Für Vampirfreunde ist „True Blood“ zurzeit wohl die Serie der Wahl. Teils herausragende Unterhaltung, gegen Ende leider nur noch gut. Die letzten Einstellungen versprechen für das kommende Jahr zumindest differenziertere Handlungsstränge. Ich freue mich auf meine Rückkehr nach Bon Temps: 8/10 Punkte.