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Tintentod (Cornelia Funke)

März 3, 2008

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Unglaubliche fünf Monate sind ins Land gezogen, seit ich angefangen habe Cornelia Funkes Roman “Tintentod” zu lesen. So lange habe ich selten für ein Buch gebraucht – besonders nicht für eines, auf das ich so sehnlichst gewartet habe, wie auf den Abschluss der fantastischen Tintenwelt-Trilogie. Mein neuer Job und diverse andere Tätigkeiten/Interessen haben jedoch nicht mehr Spielraum zugelassen. Letztes Wochenende habe mir schließlich die Zeit genommen und die letzten 200 Seiten auf einen Rutsch zu verschlungen. Es hat sich gelohnt.

Schon am Anfang des Romans fällt auf, dass ein deutlich düsterer Ton angeschlagen wird. Weit düsterer als im direkten Vorgänger “Tintenblut” und selbst “Harry Potter and the Deathly Hallows” wirkt im Vergleich zu “Tintentod” wie ein waschechtes Kinderbuch. Hier wird geblutet, gemordet und gestorben. Auch der psychologische Horror nimmt zu und es gibt für die Hauptfiguren kaum mehr die Aussicht auf ein glückliches Ende.

Man merkt, dass Cornelia Funke hier wohl den Tod ihres Mannes verarbeitet hat. Zumindest bis zu einem gewissen Grad. Auch generell ist “Tintentod” über weite Strecken eine Auseinandersetzung mit dem Sterben. Nicht ohne Hoffnung, aber oft doch tragisch und unausweichlich. Besonders in den letzten Kapiteln kann man sich kaum mehr vorstellen, wie diese Geschichte jemals glücklich enden könnte. Cornelia Funke schafft es jedoch auch hier zu bezaubern und schreibt ein Ende, mit dem bestimmt auch Meggie und Mo zufrieden gewesen wären. Ich für meinen Teil hätte mir allerdings etwas mehr Rückbesinnung zum Anfang der Trilogie gewünscht, wenngleich auch das tatsächliche Ende eine entsprechende Weiterentwicklung nahe legt.

Mit “Tintentod” geht eine der gelungensten Fantasy-Trilogien der letzten Jahre zu Ende. Auch der dritte Teil lebt von der bildhaften und wirklich reichen Sprache der Autorin. Man wird in die Tintenwelt hineingesogen und auch mir als Leser fällt es schwer ihr zu entrinnen. Ich für meinen Teil werde mit “Tintenherz” nahezu nahtlos wieder in diese zauberhafte Welt abtauchen – dieses Mal mit dem Hörbuch, wodurch ich auch bei häuslichen Tätigkeiten o.ä. der Geschichte lauschen kann.

Insgesamt gesehen kommt auch der dritte Teil nicht an den zauberhaften ersten Teil der Geschichte heran und bekommt von mir daher nur 9/10 Punkte. Die gesamte Trilogie verdient in meinen Augen jedoch die volle Punktzahl.

2 Kommentare

  1. [...] Stil ist seltsam nüchtern. Besonders für einen Fantasyroman. Im Vergleich zu z.B. Cornelia Funkes “Tintentod” fallen sofort die zurückhaltenden Beschreibungen – insbesondere der Gefühlslage der Figuren – [...]


  2. [...] Funkes Fantasytrilogie - die Romane “Tintenherz”, “Tintenblut” und “Tintentod” umspannend – war ich hocherfreut, als ich von einer Verfilmung las. Iain Softley sollte sich der [...]



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