
Stand by Me: Das Geheimnis eines Sommers
Juni 24, 2007Neben „Die Goonies“ und „The Lost Boys“ ist Rob Reiners „Stand by Me: Das Geheimnis eines Sommers“ eindeutig mein liebster Jugendfilm. Im Gegensatz zu den anderen beiden Werken ist er am reifesten und behandelt auch ernste Themen. Innerhalb dieses Genres wäre er wohl das Drama. „Die Goonies“ würden für den Abenteuerfilm stehen und „The Lost Boys“ für Horror und Grusel. Eines haben jedoch all diese Filme gemeinsam: Sie zeigen eines der letzten großen Abenteuer vor dem Erwachsenwerden.

Rob Reiner erzählt die Geschichte von Steven King in unglaublich ruhigen und oft ergreifenden Bildern. Man fühlt sich zwangsläufig an seine eigene Jugend erinnert. An Abenteuer. An unbeschwerte Freundschaften. Ohne Egoismus und dem Verfolgen irgendwelcher Ziele. Die unbeschwerte Naivität der Kindheit. Auch wenn die Geschichte im Jahr 1959 spielt, so gibt es – auch für meine Generation – ausreichend Berührungspunkte, um die Melancholie zu spüren, die in jeder Szene in der Luft liegt.
Eine besondere Tragik erhält der Film durch den frühen Tod von River Phoenix. Seine Figur (Chris Chambers) sagt in einer Szene über einen seiner Freunde, dass dieser seinen 20. Geburtstag – aufgrund seines Lebenstils – wohl nicht mehr erleben werde. River Phoenix wurde gerade einmal 23. Ich werde mich immer an seine fantastische Leistung in „Stand by Me“ erinnern. Doch auch Wil Wheaton („Star Trek: The Next Generation“), Jerry O’Connell („Crossing Jordan“) und – wie immer in diesen Filmen – Corey Feldman („Die Goonies“, „The Lost Boys“, „Gremlins“) leisten für ihr Alter fantastische Arbeit. Auch darf man Kiefer Sutherland („The Lost Boys“, „24″) nicht vergessen, der einen herrlichen Fiesling abgibt.
Ich könnt hier noch viel schreiben. Letztendlich ist mit einem Satz alles gesagt: „Stand by Me“ ist einer meiner absoluten Lieblingsfilme. Er wird es auch immer bleiben. Ganz, ganz großes Kino: 10/10 Punkte.


Hmm, ich hab den Film zwar schon ein paar Mal gesehen, fand ihn auch immer ganz okay, konnte aber nie die ekstatischen Lobeshymnen meines Bruders dabei verstehen- ich glaube, ich sollte mich da zurückziehen und einfach behaupten, es ist so eine Männersache..
Vielleicht muss man mit dem Film wirklich sentimentale Jugenderinnerungen verbinden. Ich weiß es nicht. Kann es auch nicht erklären. Für mich ein magischer Film.
Absolute Zustimmung zur Kritik, auch einer meiner Lieblingsfilme. Wahrscheinlich aber wirklich ein reiner Jungsfilm, wie die Wilden Hühner halt ein Mädchenfilm ist.
„Ich hatte nie wieder so gute Freunde wie in diesem Sommer, als ich 12 war. Aber mein Gott, wer hat die schon?“ Schöner Schlusssatz des Films
Stimmt, der Schlusssatz ist wirklich der absolut passende Abschluss für den Film – und er enthält tatsächlich viel Wahrheit, da sich die Freundschaften der Kindheit doch stark von den erwachsenen Freundschaften unterscheiden.
Ich gestehe: Als ich den Titel las, scrollte ich direkt zu den Punkten und warf dem Bildschirm eine Kusshand für diese Wertung zu! Diesen Film habe ich immer und immer wieder gerne gesehen und ich zitiere den manchmal heute noch („Ich bin den ganzen Weg geraaaaannt, geraaaannt…“, „Das Gewehr geladen in der starken Hand, zieht der Ritter ohne Rüstung durch das wilde Land…“) Hach, ich könnt den glaub ich heute noch auswendig mitsprechen…*schwärm*
Ein wirklich grandioser Film!!
@Lucky#Slevin: Nein, kein Männerding
Das Wort, das sich mir am meisten eingbrannt hat:
Veeeeeeern
@ loewenzahn: Wusste ich doch, dass der Film auch beim schöneren Geschlecht Anklang finden kann. Freut mich umso mehr, dass dann auch hier all die grandiosen Zitate bekannt sind. Toll, wenn man persönliche Klassiker teilen kann!
@ Sebastian: Ja, „Veeeeeern!“ ist auch klasse und klint mir immer noch im Ohr…
*loool* JAAAA!! Veeeeeeern…das schnarrt im Ohr, allein wenn man dran denkt. Und im Studium muss ich immer grinsen, wenn in irgendeinem Zusammenhang Egel oder Blutegel erwähnt werden *hrhr* Gut… is jetzt für die männliche Zuschauerklientel vielleicht eher traumatisierend gewesen die Szene…aber als Mädel hab ich seeeeehr gelacht
Ist wirklich eine traumatisierende Szene. Wenn man dann noch bedenkt, dass dieser Teil der Geschichte autobiographisch ist… wirklich gruselig Mr. King, wirklich gruselig.
[...] Ich hatte nie wieder so viel Spaß im Internet wie mit 18. Aber mein Gott, wer hat das schon? [...]
ach ja dieser film ist echt voll gail ♥
ich kann ihn jetzt auch auswendig *stolz*
wunderschön!
aber was ich auch sehr traurig finde ist:
das gordie am ende sagt das sie sich getrennt haben (vern, teddy und so) und das sie nacher nur noch zwei weitere gesichter auf dem schulhof waren
naja…
sonst ist er einfach hamma!
Das Ende finde ich – besonders in Bezug auf River Phoenix – auch immer ziemlich traurig bzw. bewegend.
Spricht aber nur für den Film!
[...] oder “Die Chroniken von Narnia”. Der Film erinnert eher an Jugendfilmklassiker, wie “Stand by Me” - weniger in der Handlung, als in Atmosphäre und Aussage. Man merkt, dass hier mehr dahinter [...]
Nun, da reihe ich mich hier mal ein. Keinen Film habe ich oefter gesehen als „Stand By Me“. Auf Deutsch, auf Englisch, mit Audiokommentar, mit chinesischen Untertiteln etc.
Meine letzte Sichtung des Films war allerdings stark getruebt. HBO hat den Film hier in Taiwan unverstaendlicherweise nur stark geschnitten gesendet. Aus dem ohnehin nur kurzen Film wurde da glatt ein 70-Minueter. Geschnitten wurden alle moeglichen Flueche und pubertaer-sexuellen Anspielungen. Und das in einem Land, wo das „Dawn of the Dead“-Remake am Vormittag laeuft.
Gut, dass es DVDs gibt, die dem melancholischen und in seiner Einfachheit erstaunlich weisen Film den vollen Raum zur Entfaltung geben. 10 von 10 Punkten bei einer Wertungsskala kurz vorm Bersten.
Oh ja, „Stand by Me“ ist ganz großes Kino. Die Kürzungen kann ich auch nicht nachvollziehen. Ich möchte auf jeden Fall keine Sekunde dieses Meisterwerks missen. Ein Coming-of-Age-Film, der gekonnt wie kein zweiter die letzte Unschuldigkeit der Jugend zelebriert – jetzt bekomme ich schon wieder Lust auf eine Sichtung!
Der Film ist auch heute noch echter Klassiker und man kann ihn sich immer und immer wieder ansehen.
Ich habe jetzt schon seit langem danach gesucht, wie das Gewehr-Lied weiter geht: „Das Gewehr geladen in der starken Hand, zieht der Ritter ohne Rüstung durch das wilde Land…..“, leider habe ich bislang nichts gefunden das darauf hindeutet wie es nun weitergeht. Aber am Ende des Films, wo Teddy nach Hause geht, sind er das Lied weiter nur leider wird er mittendrin ausgeblendet. Wisst Ihr vielleicht mehr?
Ja, wahrlich ein Klassiker! Für mich sowieso einer der besten Filme aller Zeiten. Bei dem Lied kann ich dir leider nicht weiterhelfen, habe den Film aber auch nicht mehr so gut im Kopf, da die letzte Sichtung bereits über ein Jahr her ist. Wenn ich etwas erfahre, werde ich es hier weitergeben…
IMDB weiss in den FAQs zum Film weiter: Das Lied heisst: „The Ballad of Paladin“ und ist die Titelmelodie der TV-Serie „Have Gun – Will Travel“, die zwischen 1957 und 1963 im US-Fernsehen lief. Hier auch der Liedtext: http://www.cowboylyrics.com/tabs/western-johnny/ballad-of-paladin-768.html
Perfekt, danke huangdi! Solch aktive Leser braucht man eben als Blogger. Es sind schon einige Suchanfragen nach diesem Lied auf der Seite gelandet – nun werden sie auch fündig!
[...] mitgerissen mit denen Mikey (Sean Astin, “Der Herr der Ringe”), Mouth (Corey Feldman, “Stand by Me”), Data (Jonathan Ke Quan, “Indiana Jones und der Tempel des Todes”) und Chunk an die [...]