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Event Horizon

Oktober 11, 2006

Mit „Event Horizon“ verbinde ich eines meiner schönsten Kinoerlebnisse. Damals, als man noch die Zeit hatte wöchentlich ins Kino zu gehen. Als man – mangels Führerschein – noch auf die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen war. Als sich noch eine ganze Horde von Freunden zusammengefunden hat, um sich auf das Abenteuer Kino einzulassen. Ich weiß noch ganz genau, wie lange wir nach dem Ende noch über den Film diskutiert haben. Uns allen war klar kein Meisterwerk gesehen zu haben, doch „Event Horizon“ hat Wirkung gezeigt und ist mir im Gedächtnis geblieben – ganz im Gegensatz zu vielen anderen Kinofilmen aus dieser Zeit.

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Auch heute noch zeigt Paul W. S.  Andersons Sci-Fi-Thriller Wirkung. Teils ist der Film tatsächlich äußerst spannend und unheimlich. Ein Geisterhaus im Weltraum. Sicher sind die meisten Schockeffekte äußerst berechenbar und werden zudem sehr plakativ eingesetzt, doch gerade die dadurch geschürte Erwartungshaltung – „Jetzt passiert es gleich!“ – lässt mich als Zuschauer schonmal unruhig auf der Sofakante sitzen.

Fantastisch ist das Produktionsdesign gelungen. Die Event Horizon bleibt wirklich im Gedächtnis. Wahrlich ein eigener Charakter im Film. Bei der Lewis & Clark hingegen musste ich öfter an die Nostromo denken – besonders beim Besprechungsraum. Alles in Allem trägt die schöne Gestaltung aller, für den Film wichtigen, Elemente jedoch viel zur starken Atmosphäre bei.

Die Geschichte lebt von der Atmosphäre. Ohne diese würde kaum etwas übrig bleiben. Die Idee ist leidlich innovativ und setzt sich hauptsächlich aus Genreversatzstücken zusammen. Ich weiß noch wie enttäuscht ich bei der besagten Kinosichtung war, als sich die Bedrohung als reines Hirngespinst herausgestellt hat. Dennoch fand ich die Idee in „Event Horizon“ noch um einiges besser umgesetzt, als im thematisch mehr als ähnlichen „Sphere“ aus dem Folgejahr.

„Event Horizon“ ist sicherlich Paul W. S. Andersons bester Film, wenngleich ich auch „Resident Evil“ oder „Alien vs. Predator“ zumindest den Unterhaltungswert nicht absprechen will. Dieser Genrehybrid hat zudem noch eine grandiose Atmosphäre und eine gesunde Portion Horror mit auf den Weg bekommen und ist – nicht nur aus diesem Grund – wirklich sehenswert: 7/10 Punkte.

5 Kommentare

  1. „als sich die Bedrohung als reines Hirngespinst herausgestellt hat“

    Hab ich das was falsch verstanden? War das nicht „ein Tor zu Hölle“? Liberate me? Das hatte doch das Band aufgezeichnet, das Chaos, als alle durch die „Schleuse in eine andere Dimension“ gekommen sind nd dieses Gemetzel veranstaltet haben? *nixmehrkapier*


  2. Du hast schon recht. Ich habe das etwas schludrig ausgedrückt. Ich versuch es noch einmal: Ich war damals enttäuscht, dass es sich nicht um ein physisches Monster (à la „ALIEN“) oder einen richtiges Wesen (unruhige Geister o.ä.) gehandelt hatte, sondern nur um die jeweilige Manifestierung der Ängste der Personen, die durch das offene Tor zur Hölle hervorgerufen wurden.

    Heute sehe ich das anders und „Event Horizon“ funktioniert für mich als Unterhaltungsfilm ziemlich gut! :)


  3. Ah, ok, dann bin ich einverstanden! Ich wollte nämlich damals auf dem Heimweg vom Kino einen Abstecher in die Kirche machen und eine Kerze anzünden… *bibber* ;-)


  4. Und noch ein eindeutiger Beweis, dass der Film seine Wirkung nicht verfehlt hat… ;)


  5. [...] W. S. Andersons („Event Horizon“) Erstling mochte ich dennoch ganz gerne. Der zweite Teil war mir zu hektisch, hat jedoch den [...]



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