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Run, Fatboy, Run (050)

November 25, 2009

Nachdem ich es mir schon seit Wochen vornehme, war ich nun tatsächlich einmal wieder nach der Arbeit laufen. Dazu hatte ich mir extra eine neue Strecke überlegt, damit ich möglichst wenige stockfinstere Streckenabschnitte habe – doch wozu habe ich mir extra eine neue, äußerst nerdige Stirnlampe zugelegt? Also ab auf die bekannte Strecke und über Feld und Stein!

Länge: 4,96
Laufzeit: 00:33:00
kCal: 412
min/km: 6:39

Nachts laufen ist eine ganz neue Erfahrung. Irgendwie vergeht da die Zeit schneller, weil es weniger zu sehen gibt. Meine modische Stirnlampe hat mir zudem gute Dienste geleistet und insgesamt kann ich wirklich zufrieden sein. Auch mit der Zeit. Wird definitiv wiederholt werden.

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The Sopranos – Season 2

November 22, 2009

Nun ist bereits das zweite Jahr mit Tony und seinen beiden Familien vorüber. David Chases „The Sopranos – Season 2″ schließt nahtlos an die erste Staffel an und konnte mich erneut voll und ganz überzeugen. Die knappe Zahl von 13 Episoden hat man aber auch immer verdammt schnell verschlungen.

Die Handlung setzt genau dort ein, wo man Familie Soprano im vorangegangenen Jahr verlassen hat. Tony hält nun das Zepter in der Hand und leidet – wie so viele Führungskräfte – unter enormem Erfolgsdruck. Aufgrund seiner ungewöhnlichen Branche kommt es schnell zu Eskalationen, welche sich nahezu ausnahmslos auch stets auf seine andere Familie auswirken. Das Drama wächst.

Der rote Faden, der sich durch diese Staffel zieht ist erneut ein Vertrauensbruch, welcher dieses Mal jedoch von einem Mitglied von Tonys Zweitfamilie ausgeht. Dennoch wiegt er nicht leichter. Im Gegenteil. Beide Familien kann man auch nur schwer trennen und darin liegt auch die Faszination dieser Serie. Pussys innere Zerrissenheit und Tonys Ohnmacht aufgrund des Verrats sind wirklich ganz großes Kino.

Das Wunderbare an dieser Serie ist wahrlich, dass es absolut keine Schwarzweißzeichnung gibt. Jeder einzelne Charakter bewegt sich in einer Grauzone. Mal liebender Vater, mal eiskalter Killer. Dann wieder irgendwo dazwischen. Getragen werden diese feine Abstufungen vom nuancenreichen Spiel der famosen Darsteller. Allen voran natürlich James Gandolfini als Tony Soprano. Herausragend!

Qualitativ steht diese zweite Staffel der ersten in nichts nach. Die Serie hat eher noch an Form gewonnen. Ich freue mich nun bereits auf die kommenden vier Staffeln, welches noch Großes erhoffen lassen. Ein Angebot, das man wahrlich nicht ablehnen sollte: 9/10 Punkte.

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Bobby

November 22, 2009

Gestern Abend habe ich mir Emilio Estevez „Bobby“ angesehen, welcher das Attentat auf Senator Robert F. Kennedy thematisiert. Ein wundervoller Film, der die Stimmung der ausklingenden 60er Jahre gekonnt einfängt und dabei auch heute noch zum Nachdenken anregen kann.

Am auffälligsten an Estevez Film ist wohl das immense Staraufgebot. Alleine die reine Masse an bekannteren Schauspielern ist beeindruckend: Laurence Fishburne, Heather Graham, Anthony Hopkins, Harry Belafonte, Helen Hunt, Joshua Jackson, William H. Macy, Demi Moore, Martin Sheen, Christian Slater, Sharon Stone, Elijah Wood, Shia LaBeouf, Lindsay Lohan und Ashton Kutcher fügen sich – so seltsam das bei diesen doch sehr unterschiedlichen Schauspielern klingen mag – zu einem perfekt harmonierendem Ensemble zusammen.

Auch wenn einige Erzählstränge (z.B. der Drogentrip) nicht so stark sind, wie andere (z.B. in der Küche), so haben diese jedoch durchaus Relevanz für den Film. Anders als Oliver Stone mit „JFK“ geht es Estevez nicht darum den Kriminalfall um Robert F. Kennedys Ermordung aufzurollen, sondern allein darum die emotionalen Auswirkungen auf sein Land zu zeigen. Deshalb machen auch die vielen unterschiedlichen Erzählstränge Sinn, stehen sie doch repräsentativ für eine ganze Nation.

Der einzige Kritikpunkt, den ich habe ist, dass man bei den erzählten Geschichten nicht auf tatsächliche Begebenheiten zurückgegriffen hat. Zeitzeugen sind – wenn man sich das informative Bonusmaterial der DVD ansieht – nämlich noch zu genüge vorhanden. Doch vermutlich wäre hier nicht die Diversität gegeben gewesen, welche man gezielt in die fiktiven Gegebenheiten einbauen konnte. Letztendlich funktioniert der Film auch so tadellos, was auch der geschickten Kombination dokumentarischen Archivmaterials mit Spielszenen zu verdanken ist.

Ich kann „Bobby“ jedem, der sich für das Ende dieser von sozialliberaler Aufbruchsstimmung geprägten politischen Ära interessiert, nur ans Herz legen. Das Zeitgefühl wird perfekt eingefangen und trotz bitterem Ende, schwingt dennoch Hoffnung mit. Ein wirklich schöner Film: 8/10 Punkte.

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For My Eyes Only

November 21, 2009

Zahllose Jahre an Bildschirmarbeit fordern ihren Tribut. Heute habe ich mir meine erste Brille gekauft. Wirklich keine einfache Sache. Ich hatte jedoch relativ schnell raus, in welche Richtung ich gehen möchte und konnte mich somit auf drei Favoriten festlegen. Letztendlich habe ich mich für das mittlere Modell entschieden.

Ebenso schwierig wie die Fassungsfrage war die Wahl der Gläser. Man kann ja wahrlich Unsummen ausgeben. Glücklicherweise ist meine Sehschwäche noch relativ gering und ich konnte mich somit für mittelteure Gläser entscheiden. Letztendlich hat der Spaß dennoch ein kleines Vermögen gekostet und ich bin nun gespannt, ob ich ab nächster Woche tatsächlich endlich wieder alles in High Definition sehen werde…

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Run, Fatboy, Run (049)

November 21, 2009

Kaum ist man wieder Arbeiten frisst die Zeit alle noch so guten Vorsätze auf. Folglich habe ich nun den ersten freien Tag genutzt, um wenigstens etwas körperlichen Ausgleich zu bekommen. Immerhin sind meine Kopfschmerzen mittlerweile doch besser geworden. Mal sehen, was die Zukunft bringt.

Länge: 5,41
Laufzeit: 00:37:00
kCal: 449
min/km: 6:50

Die heutige Zeit ist für die große Runde erstaunlich gut. Ebenso fühle ich mich zwar ausgepowert, aber dennoch fit und hätte durchaus noch weiter laufen können. Ein gutes Zeichen! So kann es von mir aus weitergehen und vielleicht schaffe ich es demnächst doch noch einmal, mich abends aufzuraffen. Die nerdige Stirnlampe liegt immerhin schon bereit…

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Der Meister (Tess Gerritsen) / Hörbuch

November 13, 2009

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Da ich aufgrund von Kopfschmerzen die letzten Tage nur eingeschränkt lesen oder Bildschirme betrachten konnte, habe ich mich – dank Audible-Abo von Frau bullion – Tess Gerritsens „Der Meister“ als Hörbuch gewidmet. Da ich dieses Mal relativ konsequent dabei bleiben konnte, stand die Hörerfahrung dem Lesen in nahezu nichts nach.

„Der Meister“ schließt direkt an seinen spannenden Vorgänger „Der Chirurg“ an. Die Gewichtung der Hauptpersonen verschiebt sich etwas, was der Geschichte zugute kommt und man hat nicht das Gefühl nur einen Abklatsch des ersten Teils zu lesen bzw. zu hören. Insgesamt betrachtet ist Jane Rizzolis zweiter Fall – das unspektakuläre Finale einmal außen vor gelassen – nicht weniger spannend, als der vorangegangene. Jedoch konnte Gerritsen es nichts ganz vermeiden, dass sich redundante Muster einschleichen (z.B. Jane Rizzolis beständige Analyse der niederträchtigen Männerwelt).

Für meine aktuelle Situation bildete „Der Meister“ nahezu die perfekte Unterhaltung und sollte ich noch länger von Kopfschmerzen geplagt sein, werde ich garantiert wieder bei Frau Gerritsen reinhören. Wunderbar spannende Kriminalunterhaltung mit leider schwachem Finale: 7/10 Punkte.

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Run, Fatboy, Run (048)

November 13, 2009

Tag zwei meiner Laufkur. Während des Laufens spüre ich den Kopfschmerz tatsächlich kaum, danach kommt er allerdings verstärkt wieder. Wäre wohl auch zuviel erwartet, wenn es nun so schnell ginge. Immerhin plagt mich mein Schädel nun bereits schon seit über einer Woche.

Länge: 4,96
Laufzeit: 00:37:00
kCal: 412
min/km: 7:27

Die Zeit war heute minimal besser. Kaputt bin ich dennoch. Mal sehen wie ich kommende Woche während der Arbeit zum Laufen komme. Zumal zwei neue Arzttermine auf dem Plan stehen, die hoffentlich keine schwerwiegenden, neuen Erkenntnisse bringen.

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Run, Fatboy, Run (047)

November 12, 2009

Nachdem mich seit der Impfung gegen die Schweinegrippe starke Kopf- und Gliederschmerzen plagen, habe ich nun einen halben Arztmarathon hinter mir. An der Impfung kann es angeblich nicht liegen und die aktuellste Diagnose lautet Stress und Bewegungsmangel. Folglich habe ich meinen müden Körper in die Laufschuhe gesteckt und eine Runde gedreht.

Länge: 4,96
Laufzeit: 00:38:00
kCal: 412
min/km: 7:39

Die Zeit ist natürlich extrem schlecht, doch in Anbetracht der Tatsache wie kaputt ich mich fühle, wohl auch noch ganz passabel. Ich werde nun trotz der Witterung versuchen wieder öfter zu laufen und hoffe, dass die Kopfschmerzen dadurch verschwinden. Ansonsten werde ich hier noch wahnsinnig…

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The Sopranos – Season 1

November 7, 2009

Erneut habe ich mich einem Seriengroßprojekt gewidmet. David Chases Mafiasaga „The Sopranos – Season 1″ wird allgemeinhin als Meilenstein der Fernsehgeschichte betrachtet. Als die Serie, welche das moderne TV-Drama revolutionierte. Doch kann sie auch heute noch ihrem Ruf gerecht werden?

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Ich muss zugeben, dass ich anfangs große Schwierigkeiten hatte mich mit der Serie anzufreunden. Während der ersten zwei bis drei Episoden war ich sogar noch unschlüssig, ob ich das Durchhaltevermögen für die komplette Serie besitzen würde. Nachdem mir mein letzter Serienmarathon mit „The West Wing“ wohl das beste TV-Erlebnis bescherte, das man sich nur vorstellen kann, hätte es aber wohl jeder Nachfolger schwer gehabt. Nach idealistischen Geschichten aus dem Weißen Haus, gibt es nun zynischen Mafiahumor. Daran muss man sich auch als versierter Zuschauer erst einmal gewöhnen.

Hat man sich aber erst einmal in diese Welt eingefunden, ist es eine wahre Freude Tony Soprano bei seinem tagtäglichen Spießrutenlauf zwischen Geschäftswelt und Familienleben zuzusehen. Neben aller Brutalität und mafiatypischem Machogehabe, bleiben Humor und Herz jedoch nicht auf der Strecke. So muss man sich irgendwann doch damit abfinden, dass man die Charaktere tatsächlich sympathisch findet. Freunden des Mafiagenres dürfte dies leichter fallen, werden u.a. doch Filmklassiker, wie „GoodFellas“, „The Godfather“ oder „Casino“ zitiert. Wahrlich eine Freude!

Die Serie ist sehr ruhig und dialoglastig inszeniert. Ein Charakterdrama, wie es im Buche steht. Die eher seltenen Actionszenen wirken dadurch nur umso heftiger. Hier wird auch nichts beschönigt und die Kamera hält gerne einmal drauf, wo bei anderen Serien abgeblendet wird. Eben eine HBO-Serie, welche jedoch Sex und Gewalt nicht zum Selbstzweck verkommen lässt, wie man dies bei anderen Kabelshows heute durchaus beobachten kann.

Nach kleineren Startschwierigkeiten hatte ich mich doch erstaunlich schnell in Tonys New Jersey eingelebt. Nun bin ich schon richtig heiß auf die kommenden Staffeln. Eine hochwertige Serie, die hält was sie verspricht. Ein Angebot, das man wirklich nicht ablehnen kann: 9/10 Punkte.

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Der mit dem Wolf tanzt – Langfassung – OT: Dances With Wolves

November 6, 2009

Es gibt nur wenige Filme, die einen wirklich mit Haut und Haaren gefangen nehmen. Von denen man sich selbst nach dem Abspann nicht emotional lösen kann. Zu diesen Filmen gehört Kevin Costners „Der mit dem Wolf tanzt“. Gesehen habe ich den Film – in der Langfassung – gestern bestimmt zum dritten Mal und einmal wieder war ich erstaunt über die Wirkung dieses außergewöhnlichen Epos.

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Der Film nimmt sich viel Zeit um seine Charaktere einzuführen. Dadurch lernt man die Hauptfigur John Dunbar (Kevin Costner) wirklich kennen und kann eine emotionale Beziehung zu ihr aufbauen. Ab der Ankunft im verlassenen Fort braucht man als Zuschauer diese starke Identifikation auch, da der Film sonst nicht funktionieren würde. Man lebt sein Leben in der Wildnis. Man lernt mit ihm die neuen Nachbarn kennen und durch ihn tanzt man auch mit dem Wolf.

Begleitet wird die wunderschöne Geschichte von unglaublichen Naturbildern, die in einem fast schon verzauberten Licht erstrahlen. Der Kameramann transportiert den Westen wirklich spürbar ins heimische Wohnzimmer. Umso beeindruckender auf Blu-ray. Dabei ist die Landschaft nie nur schmuckes Beiwerk, sondern hilft stets die Geschichte zu erzählen. Ebenso wichtig und imposant ist John Barrys fantastischer Score, welcher dem Epos durchgehend als emotionaler Anker dient.

Die Annäherung zwischen Dunbar und den Ureinwohnern Amerikas wird sehr behutsam erzählt. Costners Figur geht so offenherzig auf diese ihm fremde Kultur zu, dass man den Mann nur bewundern kann. Trotzdem wirkt der Film durchaus realistisch, da hier nicht glorifiziert wird und die unterschiedlichen ethischen Grundlagen beider Kulturen durchaus kritisch betrachtet werden. Sehr gewinnend finde ich hier die Erzählerstimme, die nicht im Raum schwebt, sondern durch Johns Tagebuch fest im Film verankert ist.

Besonders beeindruckt hat mich in „Der mit dem Wolf tanzt“ vor allem Costners Spiel. Man nimmt ihm die Rolle voll und ganz ab – wenn man dazu noch bedenkt, dass er bei diesem Film für nahezu alles verantwortlich war, kann man nur sagen: Hut ab, Mr. Costner! Es stecken so viele wunderbare Details in dem Film, wie z.B. der titelgebende Wolf als Metapher für die Annäherung mit der Natur, dass man aus dem Entdecken gar nicht mehr heraus kommt.

„Der mit dem Wolf tanzt“ ist ein überwältigendes Filmerlebnis, das emotional zu berühren weiß. Durch die lange Laufzeit erinnert man sich noch während der Film läuft an gewisse vergangene Szenen zurück, was einen noch enger mit den Filmfiguren zusammenschweißt. Ein wahres Epos und einer meiner persönlichen Lieblinge: 10/10 Punkte.